Die SPD Gelsenkirchen sagt - Wir sind Charlie!

Es kommentiert: Friedhelm Pothoff.
Es kommentiert: Friedhelm Pothoff.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die SPD Gelsenkirchen verabschiedete auf ihrem Unterbezirksparteitag am Donnerstag in der Gesamtschule Erle eine Resolution gegen Intoleranz, Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit.

Gelsenkirchen.. Es gibt sie noch. Die Unterbezirksparteitage der SPD, die nicht von Wahlprogrammen, sondern von aktuellen politischen Ereignissen dominiert werden. Der am Donnerstag in der Gesamtschule Erle gehörte dazu. Was ihn inhaltlich nicht langweiliger werden ließ.

Die jüngsten und fürchterlichen Kriegsereignisse in der Ukraine etwa passten zum Beitrag des SPD-Bundestagsabgeordneten Dietmar Nietan, der als Gastreferent auftrat. Er sprach vor über 180 Delegierten zum spannenden Thema: „Muss Deutschland international mehr Verantwortung übernehmen?“ Eine Frage, die Nietan eindeutig mit Ja beantwortete. Zwar dürfe so ein Mehr an Verantwortung nicht über eine wachsende Militarisierung gehen, aber man könne für stabilere Strukturen sorgen über Diplomatie, die oft zu gering geschätzt würde, über großes Engagement in der Krisenbewältigung und am Ende auch mit einem finanziellen Einsatz da, wo er notwendig sei.

Ins Bild passte auch, dass der Parteitag einstimmig für eine Resolution votierte, die sich an die fürchterlichen Ereignisse von Paris anlehnt. „Je suis Charlie“ – Ich bin Charlie – steht selbstbewusst für den Erhalt der Presse- und Meinungsfreiheit auch in Deutschland. Heike Gebhard, Vorsitzende der SPD Gelsenkirchen, brachte es auf den Punkt, als sie sagte, dass man die Karikaturen ja nicht gut finden müsse. Aber es müsse die Möglichkeit geben, sie zu veröffentlichen und über sie diskutieren zu können. Entsprechend war die Resolution der Genossen überschrieben mit „Unser Bekenntnis gegen Intoleranz, Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit: Nous sommes Charlie!“ Wir sind Charlie. Dem ist nichts hinzuzufügen.