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Die Schullandschaft in Gelsenkirchen verändert sich

16.04.2011 | 16:52 Uhr
Die Schullandschaft in Gelsenkirchen verändert sich
Katholische und evangelische Grundschule Fürstinnenstraße in Gelsenkirchen-Feldmark. Sie sollen in den nächsten Jahren expandieren. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  Eltern ändern zunehmend ihr Wahlverhalten, was die Schule ihrer Kinder betrifft. Hinzu kommt, dass es in den nächsten fünf Jahren rund 3000 Schüler weniger in Gelsenkirchen geben wird. Schließungen und Zusammenschlüsse scheinen unvermeidbar.

Die beiden konfessionellen Grundschulen in der Fürstinnenstraße, Gelsenkirchen-Feldmark, sollen expandieren. „Das ist allerdings ein Projekt für die Zukunft“, sagte Barbara Filthaus, schulpolitische Sprecherin der SPD und Mitglied der Ratsfraktion. Wichtig sei aber, dass vorher ein Schulentwicklungsplan für die nächsten 20 Jahre stehe.

Das solle schon Ende 2011 der Fall sein und sei dringend notwendig. „Die Schullandschaft in Gelsenkirchen verändert sich. Die Kinder werden immer weniger“, so Filthaus. In Zahlen bedeutet das: In fünf Jahren hat die Stadt 3000 Schüler weniger als aktuell. Hinzu käme ein anderes Wahlverhalten bei den Eltern, was die Schule ihrer Kinder betrifft. Der Wunsch nach optimaler Förderung habe dafür gesorgt, dass nur noch zehn Prozent des Nachwuchses die Hauptschule besuchen. Wann jedoch konkrete Umsetzungen folgen, ist noch ungewiss. Dennoch sprach die SPD-Sprecherin schon über einige wahrscheinliche Veränderungen.

Es fehlt an Platz

„Die Hauptschule Grillostraße wird mit Sicherheit geschlossen“, so die schulpolitische Sprecherin. Dadurch werde auch die Nebenstelle in der Fürstinnenstraße auf Dauer überflüssig. Hier könnten die Grundschulen Räumlichkeiten übernehmen. Bisher sind viele Angebote ausgelagert. Es fehlt an Platz. „Die Pavillons auf dem Schulhof sollten eigentlich nur provisorisch sein und nicht länger als 10 bis 15 Jahre genutzt werden. Mittlerweile geschieht das aber schon viel länger“, erklärte die SPD-Stadtverordnete Michaela Marquardt.

Über eine Expansion würden sich vor allem die beiden Schulleiterinnen Christiane Kraska (Don-Bosco-Schule) und Renate Scherer (Martin-Luther-Schule) freuen. Denn die müssen zurzeit mit einer überfüllten Turnhalle sowie fehlenden Englisch- und Differenzierungsräumen leben.

Gemeinschaftsschule geplant

„Wir könnten dann vielleicht auch drei- statt zweizügig fahren“, so Scherer. Momentan müsse man als Konfessionsschule aber viele Kinder ablehnen.

Weiter große Umbrüche haben die Gelsenkirchener in den Stadtteilen Hassel, Erle und Ückendorf zu erwarten. „In Hassel sollen die Hauptschule am Eppmannsweg und die Realschule an der St.-Michael-Straße zu einer Gemeinschaftsschule werden. „Ob vor Ort auch eine Oberstufe entsteht, ist aber noch nicht klar“, so Filthaus.

Negative Außenwahrnehmung

Ähnliches gelte für die Hauptschule Frankampstraße und die Gerhart-Hauptmann-Realschule in Gelsenkirchen-Erle.

Die Gesamtschule Ückendorf habe hingegen ein Sonderproblem, wie die SPD-Sprecherin zugab. Hier seien es weniger die sinkenden Schülerzahlen als die negative Außenwahrnehmung. Der schöne Standort der Schule solle in Zukunft genutzt werden, um ein komplett neues Profil zu erstellen. Die Idee: Neben der gymnasialen Oberstufe soll es auch eine berufsbildende geben, die das Fachabitur oder eine Ausbildung ermöglicht.

Björn Odendahl

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Kommentare
17.04.2011
08:43
Die Schullandschaft verändert sich
von excalibur | #2

Hallo,
kann mich dem Vorkommentator nur anschließen, bravo!

16.04.2011
14:13
Die Schullandschaft verändert sich
von ReneR | #1

Negative Außenwahrnehmung?

Haha, die dort erbrachte Leistung steht genau wie die sonstige Wahrnehmung von mittlerweile allen Stadtteilen in Gelsenkirchen für SPD, wie viele andere Städte im Ruhrgebiet.

Mag sein, daß der über diese Schulform eigneschlagene Bildungsweg die richtige Basis für eine Zukunft in einem 1EURo-Shop bildet und somit das Angebot in Gelsenkirchen trifft, aber zu Zeiten anspruchsvoller Arbeitgeber wie Veba, Flachglas, Küppersbusch oder RWE/Stadtwerke und dem Mittelstand, war die Leistungslatte kaum zu erreichen.

Die Hauptschulen, gerade in den GE-Stadtteilen, hatten schon keinen sehr guten Ruf.

Vielleicht sollte man in GE lieber gleich die Gymnasien abschaffen, wenn man nicht eine Schulreform durchdrücken kann, wo Leistung nicht mehr gefördert wird.

Nachwuchs in Gelsenkirchen? Wohnen in Gelsenkirchen? Arbeiten in Gelsenkirchen?

Mein Mitleid!

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