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Die Renaissance der Stenografie

24.01.2015 | 00:11 Uhr

Früher kam keine Sekretärin ohne sie aus – doch in Zeiten von Spracherkennungsprogrammen am Computer hat die Stenografie stark an Bedeutung verloren. „Vor fünf Jahren waren unsere Stenokurse kaum noch nachgefragt. Das hat sich aber inzwischen wieder geändert. Steno erlebt quasi eine Renaissance“, erzählt Christoph Laskowski, Jugendleiter im Vorstand des Stenografenvereins Buer, den es seit 1946 gibt.

„Der Altersdurchschnitt ist quasi 50-50. Es kommen junge Leute, die in der Schule oder Uni gerne schneller mitschreiben können möchten – aber auch ältere Semester, um ihre Kenntnisse aufzufrischen“, erklärt Laskowski, der selber Steno lernte, „weil ich damit doppelt so schnell mitschreiben kann wie alle anderen.“

Frühere Steno-Schüler der Bildungsstätte Emscher-Lippe, die vom Stenografenverein getragen wird, waren oder sind als Parlamentsstenografen im Bundestag und in Landtagen, als Mitarbeiter im Bundespresseamt und der Europäischen Kommission in Brüssel tätig. „Es gibt durchaus noch Berufsfelder, in denen Steno eine Rolle spielt. Deshalb ist es so schade, dass von den neun Stenovereinen, die es einmal in dieser Stadt gab, kaum noch welche übrig sind“, sagt Laskowski. Die Stenokurse des Vereins finden dienstags in der Realschule an der Mühlenstraße statt. Mehr Info dazu auf www.steno.de oder unter  333 02.

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