Die Module spielen verrückt
16.07.2011 | 17:15 Uhr 2011-07-16T17:15:00+0200
Gelsenkirchen. Schüler von der Lego-Roboter-AG des Gymnasiums Petrinum aus Recklinghausen treten mit ihrem selbst programmierten PetRobot bei der 5. Robot Competition der Fachhochschule Gelsenkirchen an.
Mit einem Affenzahn heizt PetRobot über die vier mal zweieinhalb Meter große Spielfläche in der Cafeteria des Gebäudes 2 der Fachhochschule. Zielsicher folgt er der schwarzen Linie und macht sich dann auf den Weg zum Angriff auf die kleinen Luftballons.
Beeindruckend, wie der kleine Lego-Roboter seinen Weg zu kennen scheint, obwohl er die Spielfläche zuvor noch nie befahren hat. Zu verdanken hat er das Eric, Christopher, Nicolas, Maurice und Sandro. Die fünf sind von der Lego-Roboter-AG des Gymnasiums Petrinum aus Recklinghausen und treten mit ihrem selbst programmierten PetRobot bei der 5. Robot Competition der Fachhochschule Gelsenkirchen an.
Roboter zerstört Luftballons
„Wir waren schon im vergangenen Jahr dabei, aber da hatten wir große technische Probleme. Wir mussten in diesem Jahr wiederkommen und es besser machen“, sagt Neuntklässler Sandro. Damals funktionierte ein Sensor nicht richtig und die fünf schieden schon in der Vorrunde aus.
Am Freitag lief das deutlich besser. Als einer der ersten wurde PetRobot aus dem „Parc Fermé“ auf die Fläche gebeten. Sichtlich nervös setzte Nicolas den kleinen Roboter auf die Startposition und schickte ihn ins Rennen. Nach nicht mal einer Minute hatte er die vorgegebene Strecke abgefahren und konnte sich auf die Suche nach den Luftballons machen, um sie zu zerstören.
„Wir wollten besser sein als im letzten Jahr"
„Die Programmierung sieht vor, dass dann der Schleuderarm in Bewegung gesetzt wird“, erklärt Nicolas. Ziemlich bedrohlich sieht es schon aus, wie der Schleuderarm mit einer Nadel am Ende permanent über PetRobot kreist. Der dreht unbeeindruckt seine Runden über die Fläche und sucht nach den Luftballons. Fünf Minuten hat er Zeit. Als Schiedsrichter Christoph Cichon die Uhr stoppt, hat PetRobot drei von vier Luftballons zerstochen. Der Jubel bei den Gymnasiasten aus Recklinghausen ist groß.
„Wir wollten besser sein als im letzten Jahr und mit drei zerstörten Luftballons haben wir das auf jeden Fall geschafft“, sagt AG-Lehrer Daniel Krämer, eigentlich „Pauker“ für Mathematik und Informatik. Der Ehrgeiz bei seinen Schülern aber ist jetzt erst richtig geweckt. „Wir wollten in die zweite Runde, aber bislang scheinen viele Roboter nicht so gut zu funktionieren. Top Ten wäre schon super“, sagt „Küken“ Christopher, der die siebte Klasse besucht.
Interesse am Technik-Studium wecken
Und genau das ist es, was die Organisatoren der Fachhochschule erreichen wollen. „Unser Interesse ist es, Schüler für ein Technik-Studium zu begeistern. Ob sie das dann letztendlich bei uns oder an der RWTH Aachen aufnehmen, ist dabei zweitrangig. Aber natürlich machen wir hier auch Werbung für unsere Hochschule“, sagt Prof. Martin Kluge. Die Gesichter der Schüler zeigen, dass diese Werbemaßnahme wirkt.
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