Die Lösung heißt: Umbau 21

Herr Oberbürgermeister, wäre die Wirtschaftsförderung für das nördliche Ruhrgebiet nicht eine wichtige, zentrale Aufgabe für den Regionalverband Ruhr?
Frank Baranowski: Nein, das wäre zu schwierig. Denn wir sind hier in völlig unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs.


Wie meinen Sie das?
Nehmen Sie die Hellweg-Zone mit Städten wie Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum und Dortmund. Dort könnte man die Entwicklung im Bereich Strukturwandel mit dem Begriff 3.0 kennzeichnen.


Und bei uns?
In Marl und in Bottrop schließen erst noch die letzten Zechen. In Marl dieses Jahr, in Bottrop 2018. Wir haben auch noch stark mit der bereits erwähnten Energiewende und ihren Folgen zu tun. Wir befinden uns hier vergleichsweise im Strukturwandel 1.0.
Wie kann man das verändern?
Das ist ein Thema für die neue Gesellschaft Umbau 21, die wir gegründet haben, um genau diese regionale Förderung mit Mitteln der Europäischen Union voranzutreiben.


Wie weit sind die beteiligten Städte und der Kreis Recklinghausen hier?
Wir suchen gerade einen Geschäftsführer. Wir hatten vor Weihnachten Vorstellungsgespräche mit möglichen Kandidaten. Jetzt wird bald eine Entscheidung fallen, dann geht es weiter mit der Aufstellung der Gesellschaft.