Die Klassiker Tiger und Prinz sind immer noch der Hit bei Narren

Conny Oesterwind im prächtigen Gewand. Karneval kann kommen.
Conny Oesterwind im prächtigen Gewand. Karneval kann kommen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Heute geht Karneval auch in Gelsenkirchen in die heißeste Phase. Wer noch kein Kostüm hat, steht in der Stadt immer noch vor der Qual der großen Auswahl.

Gelsenkirchen.. Weiberfastnacht sind die Jecken los! Doch welche Verkleidung soll es sein? Retro- oder Klassikertrends? Mondän oder up to date? Frosch oder Prinzessin, Scheich oder Fliegenpilz? Wer nicht selber nähen oder basteln möchte oder kann, wird auf der Bahnhofstraße fündig.

Tierkostüme sind angesagt. Bei Primark gibt es für recht kleines Geld Ganzkörperanzüge aus Kunstfell für Kinder und Erwachsene. Die flauschigen Hausanzüge lassen sich gut als Verkleidung umfunktionieren. Ein Leopard, Bär, oder eine Katze könnten daraus werden. Oder, ganz untierisch, eine Banane oder Superman.

Bis zu 40 Euro lassen sich Narren ihr Outfit kosten

Die Kaufhof-Schaufenster sind jeck dekoriert. Indianer- und Piratenkostüme mit aufwendigen Verzierungen hängen neben Hexen und Garde-Kostümen. Aber auch hier sieht man Plüschanzüge, in die der Jeck samt Jacke einfach nur hineinschlüpft und einen Reißverschluss hochziehen muss. Im Nu ist man als Esel oder Eisbär verkleidet und für den Rosenmontagszug gewappnet. Das Tolle – man muss nicht frieren. „Die Kostüme haben sich mit der Zeit ganz schön verändert Früher gab’s nur Prinzessin, Indianer und Cowboy. Mittlerweile gibt’s zig neue Variationen“, findet die 40-jährige Sonja Rasch. Früher war sie im Karnevalsverein aktiv, jetzt sucht sie nach einem Kostüm für ihre Tochter.

Semira Schönlein, 26, und Tryna Krüger, 21, wollen Weiberfastnacht in einer Disco feiern. „Wir sind gerade auf der Suche nach FBI-Kostümen“, erzählt Samira Schönlein während sie eine Kappe aufprobiert. Viele Jecken bevorzugen immer noch die Klassiker: Polizist, Pirat, Ritter oder Prinzessin sind gefragt. Bis zu 40 Euro gehen da für die Verkleidung über die Theke.

"Je verrückter das Kostüm, desto besser"

Wer es extravagant mag, kann auf Verkleidungen wie Bierfass, Abschleppdienst oder Redbull-Dose mit der Aufschrift „Ist die Dose einmal leer... helfen Flügel auch nicht mehr“ zurückgreifen. Das ist wohl eher etwas für die größeren Kinder. Beatrice Richter, 43, und Karola Bürgin, 48, suchen eine auffällige Verkleidung, die gleichzeitig warm hält. „Karneval macht Spaß, wir sind damit groß geworden“, lacht Karola Bürgin:. Und Beatrice Richter fügt hinzu: „Je verrückter das Kostüm, desto besser.“

Auch die Spielwarenabteilung bei Müller hat ein breites Sortiment an Karnevalsbekleidung – und Accessoires. Besonders auffallend hier ist die Hut-Vielfalt. Gerne darf’s aber auch ein Krönchen oder eine Maske sein. Und wer noch weiter karnevalistisch aufrüsten möchte, wird selbst bei Xenos fündig. Perücken oder buntes Haarspray gibt’s auch hier.