Die Bezirksarbeit beginnt auch in Gelsenkirchen-Mitte vor der Haustür

Der Umbau der Siedlung Tossehof – hier die komplett sanierten Hochhäuser an der Kopernikusstraße – sind ein Vorzeigeprojekt im Bezirk Mitte.
Der Umbau der Siedlung Tossehof – hier die komplett sanierten Hochhäuser an der Kopernikusstraße – sind ein Vorzeigeprojekt im Bezirk Mitte.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Das sagt Lothar Urban, Vorsitzender der SPD-Bezirksfraktion Mitte. Zum Jahresende zieht er eine Bilanz.

Gelsenkirchen.. Zum Jahresende hat der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion Mitte, Lothar Urban, Bilanz der vergangenen 41 Jahre gezogen. „Am 16. Dezember 1974 empfahl der Rat der Stadt Gelsenkirchen dem Kreiswahlausschuss die Einrichtung von fünf Stadtbezirken.

Bei der Kommunalwahl 1975 wurden dann erstmals die Bezirksvertretungen eingeführt. Gelsenkirchen Mitte hatte seinerzeit rund 116 000 Einwohner“, erinnert Urban. Heute leben ca. 86 000 Menschen in Mitte. Damit sei man der bevölkerungsreichste Stadtbezirk, sagt Urban. Der den politischen Einsatz so beschreibt: „Bezirkliche Arbeit beginnt vor der Haustür.“ Ergo müssten Bezirksverordnete im Bezirk wohnen. „Man ist bekannt und man kennt sich.“

„Erfolgreiche Jahre liegen hinter uns"

Jahrelang, meint der Sozialdemokrat rückblickend, „hatten wir bei der Verteilung der Mittel aufgrund der Größe des Bezirks das Nachsehen“. Das änderte sich 2007. Es gab mehr – zum Beispiel für die Sanierung von Spielplätzen. Dafür stehen jährlich 21 000 Euro zur Verfügung. Damit wurden etwa die Anlagen Schillerplatz, Robert-Koch-Straße oder Ravensberger Straße finanziert. Was den Zustand von Straßen und Plätzen angeht, klingt Urbans Bilanz fast sarkastisch. „Es ist einfacher, eine Liste von Straßen zu erstellen, die in Ordnung sind, als die Liste derer, die sanierungsbedürftig sind.“

In seinem Rückblick erinnert Lothar Urban an den Neubau der Kita an der rheinischen Straße, der im Obergeschoss den Bauverein Falkenjugend beherbergt. Er unterstreicht, wie positiv die Stadtteilprogramme sich auf den Bezirk Mitte ausgewirkt hätten. „Dazu müssen die Maßnahmen auf dem Gelände des Schalker Vereins ebenso genannt werden wie die Umgestaltung des Orangeplatzes, die Gestaltung des Erzbunkers, der Umbau Tossehof mit den begleitenden Maßnahmen wie Um-, beziehungsweise Neugestaltung der dortigen Freizeitanlagen um die Kita und die Schule Dörmannsweg herum.“ Der positiven Effekt, die Menschen mit auf den Weg genommen zu haben, zeige sich am Zusammenschluss Bürgerforum Bismarck.

Zur Bilanz des SPD-Bezirksfraktionschefs gehört der neu entstandene Markt in Heßler, Querungshilfen auf der Plutostraße und der Wanner Straße oder etwa das Neubaugebiet Rheinische Straße. Urban: „Erfolgreiche Jahre liegen hinter uns – arbeitsreiche Jahre vor uns.“