Die Arbeitswelt verändert sich rasant

Bei der Maikundgebung 2014 zogen 2500 Demonstranten vom MiR zum Neumarkt.
Bei der Maikundgebung 2014 zogen 2500 Demonstranten vom MiR zum Neumarkt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das DGB-Motto zur Maikundgebung lautet in diesem Jahr „Die Zukunft der Arbeit gestalten wir!“ Der Tag startet in Gelsenkirchen mit einem Gottesdienst vor dem Musiktheater.

Gelsenkirchen.. Seine Zielsetzung für den 1. Mai hat der Deutsche Gewerkschaftsbund klar formuliert. „Die Zukunft der Arbeit gestalten wir!“ ist der Aufruf überschrieben und steht für einen DGB-Kanon aus Forderungen und Versprechen, der da lautet: „Wir wollen gute Arbeit, sozialen Fortschritt und keinen Stillstand. Wir wollen soziale Gerechtigkeit und kein Zurück zur neoliberalen Klientelpolitik! Das gilt für alle Parteien. Sie sollen uns hören und sehen!“

Für die Region Emscher-Lippe sagte deren Vorsitzender Dr. Josef Hülsdünker selbstbewusst im WAZ-Gespräch: „Bei der Ausgestaltung der Arbeit haben wir in der jüngeren Vergangenheit schon Erfolge erzielt. Dazu zählt die Einführung des Mindestlohnes in Deutschland in Höhe von 8,50 Euro und das Rentenpaket. Das ist der erste Schritt zu mehr Ordnung auf dem Arbeitsmarkt.“

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Aber auch die Tarifabschlüsse etwa der IG Metall, des IGBCE oder von Verdi für die Länder könnten sich sehen lassen; im Fall von Verdi müsse der Abschluss jetzt noch auf die Beamten übertragen werden. Die damit verbundene Botschaft des Regionsvorsitzenden zum Tag der Arbeit ist zwar unterschwellig, dadurch aber nicht weniger eindeutig: Es lohnt sich für Arbeitnehmer, gewerkschaftlich organisiert zu sein.

Arbeitswelt verändert sich rasant

Seit 125 Jahren bereits demonstrieren die Gewerkschaften am 1. Mai für die Rechte der arbeitenden Menschen. Und der DGB, so Hülsdünker, habe noch viel vor. Er wisse, dass sich die Arbeitswelt rasant verändere. Dass sie zwar viele neue Chancen biete, aber auch neue Unsicherheiten, die die Gewerkschaften ständig im Blick haben müssten. Plakativ steht dazu im Aufruf zum 1. Mai zu lesen: „Wir wollen diesen Wandel gemeinsam angehen – für mehr gute Arbeit, damit alle etwas davon haben.“

In Gelsenkirchen beginnt der Maifeiertag traditionell wieder auf dem Vorplatz des Musiktheaters im Revier um 9.45 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst und anschließendem Platzkonzert. Am MiR startet auch um 10.30 Uhr der Demonstrationszug zum Neumarkt, auf dem anschließend ab 11 Uhr die Kundgebung stattfindet. Als Redner sind dieses Mal angekündigt der DGB-Regionsvorsitzende Josef Hülsdünker, Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) sowie Elke Hannack, die stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Die Veranstaltung in der Gelsenkirchener Altstadt klingt aus mit Musik von Sambakowski und HycoSolo & Beat. Außerdem gibt es Informationen und ein Kinderprogramm. Auch Speisen und Getränk werden auf dem Neumarkt angeboten.