Diabetes als die große Herausforderung im 21. Jahrhundert

Die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels – und zwar auch nach dem Essen – ist wichtig, um den Insulinhaushalt im Griff zu behalten.
Die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels – und zwar auch nach dem Essen – ist wichtig, um den Insulinhaushalt im Griff zu behalten.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Die Zahl der Erkrankten steigt weltweit rasant. Beim WAZ-Medizinforum mit dem Elisabeth Krankenhaus Erle wird erklärt, wie der Kampf dagegen aussehen sollte.

Gelsenkirchen.. Diabetes – unter den Oberbegriff fallen verschiedene, weit verbreitete Erkrankungen. Wirklich dramatisch allerdings ist die Entwicklung weltweit beim Typ 2. Das ist eine Form des Diabetes, die nur bei entsprechender genetischer Veranlagung auftritt. Deren Ausbruch und deren schwere Folgeerkrankungen können jedoch durch ein entsprechendes Leben deutlich verzögert bzw. verhindert werden. Der Diabetes Typ 2 steht im Mittelpunkt des nächsten WAZ-Medizinforums mit dem Elisabeth-Krankenhaus in Erle am Mittwoch, 24. Juni, ab 18 Uhr in der Tageklinik hinter dem Krankenhaus.

Welche Formen und Ausprägungen von Diabetes es gibt, welche Therapiemöglichkeiten: Das erklärt der Chefarzt der Inneren Abteilung, Dr. Christoph Metzger, in seinem einleitenden Vortrag. Sein Hauptaugenmerk gilt jedoch den Möglichkeiten, gegen die schwerwiegenden Folgen dieser Diabetesform anzuarbeiten bzw. gegen sie vorzubeugen. Wenig Bewegung, zuviel Fast Food, zuviel Zucker, zu ungesunde Ernährung, zu wenig Wissen – das sind die Hauptursachen für den rasanten Anstieg dieser Diabetes-Erkrankungen. „Vorbeugung muss ganz früh beginnen, am besten im Kindergarten. Kinder müssen wissen, was gutes Essen ist und sie müssen wissen, wie wichtig Bewegung ist,“ betont Metzger.

Umstellung der Lebensgewohnheiten lohnt in jedem Erkrankungsstadium

Allerdings heißt das nicht, dass es sich nicht lohnt, dagegen anzukämpfen, wenn es bereits Folgeschäden gibt wie Gefäßerkrankungen bis hin zur drohenden Amputation von Zehen oder gar ganzem Unterschenkel. „Im Gegenteil. Eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten lohnt immer.“

Das Fortschreiten könne zu jedem Zeitpunkt verhindert oder verlangsamt werden, betont Dr. Metzger. Wichtig sei es, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für gesunde Lebensweise zu schaffen, schon ab dem Kindesalter.

Zertifiziertes Diabeteszentrum auch für den diabetischen Fuß

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Das Elisabeth-Krankenhaus ist zertifiziertes Diabetes-Zentrum mit zertifizierter Ambulanz für den diabetischen Fuß, eine der vielen schweren Folgeerkrankungen des Diabetes sowie Ernährungsberatung. Im Elisabeth-Krankenhaus wird neben der Diagnostik – in vielen Fällen wird Diabetes erst viel zu spät erkannt – auch die richtige Einstellung der Ernährung und Behandlung durchgeführt. Das Haus kooperiert bei notwendigen chirurgischen Eingriffen mit verschiedensten Krankenhäusern. „Wir sind froh, dass wir Krankenhäuser und Chirurgen je nach Spezialisierung und Fall auswählen können. Gerade wenn es um Amputationen geht, gibt es sehr effektive und knochenerhaltende Alternativen, die wenige Chirurgen beherrschen.“

Beim WAZ-Medizinforum wird es natürlich auch um die schweren Folgeerkrankungen des Diabetes gehen, die auftreten, wenn der Diabetes nicht erkannt, schlecht eingestellt ist bzw. nicht danach gelebt wird.

Nach den Vorträgen besteht wie immer die Möglichkeit für das Publikum, Fragen an den Experten zu stellen. Wer das nicht in großer Runde wagt, hat dazu auch nach der Veranstaltung bei einem kleinen Gratis-Imbiß unter vier Augen Gelegenheit.