Der Winter kann kommen
21.11.2008 | 10:04 Uhr 2008-11-21T10:04:00+0100
Blitzartig soll der Winter heute Nachmittag Einzug halten, starker Regen in Graupel und Schnee übergehen, die Temperaturen im Laufe des Tages kräftig fallen. In kürzester Zeit können nasse Straßen zu Eisbahnen werden.
Dieses Szenario kündigen die Wetterdienste an. Ob es auch Gelsenkirchen treffen wird? Stefanie Genthe, Sprecherin von Gelsendienste, weiß das natürlich auch nicht. „Die Stadt ist aber gut vorbereitet”, sagt sie. „Alle Streufahrzeuge sind einsatzbereit, der Schichtdienst eingeteilt. Wir sind gerüstet.” Jeweils acht Groß- und Kleinstreufahrzeuge sowie elf Kehrwagen, die mit Kies, Split und Sand befüllt sind, stehen parat. 1000 Tonnen Salz, 30 000 Liter Sole, ca. 150 Tonnen Split hält die Stadt auf den Betriebshöfen Adenauer-Allee und Junkerweg auf Vorrat.
Wenn der Winter dann einbricht, geht's ratzfatz. Vier Winterdienststufen gibt es für die Stadt. Unverzüglich rücken die Streufahrzeuge bei Stufe 1 aus. Angriffspunkte sind Brücken und Hauptverkehrsadern wie die Kurt-Schumacher-Straße. Zum Abtauen werden Salz und Sole verwendet, aber nur dort, dort, wo Gefahr im Verzug ist. „Das ist besonders an Brücken und Steigungen der Fall”, erklärt Stefanie Genthe. Doch so schnell der Winterdienst auch ausrückt, ein Verkehrschaos wird wohl kaum ausbleiben. Genthe: „Die Menschen müssen jedesmal wieder neu lernen, mit der Situation umzugehen.”
Umgehen mit dem Winter müssen auch Grundstückseigentümer und Mieter, sofern dies im Mietvertrag geregelt ist. „Privatpersonen sind verpflichtet an ihr Grundstück angrenzende Wege angemessen von Glätte zu befreien. Dabei dürfen keine abtauenden Mittel verwendet werden, sondern nur zum Beispiel Sand oder Kies. Bei Zuwiderhandlungen ist ein Bußgeld fällig”, erläutert Stefanie Genthe. Bei Schnee und Glätte zwischen acht und 20 Uhr muss unverzüglich geräumt werden.
0mitdiskutieren