Der Weg zurück ins Leben

Vor zwei Jahren wurde Martha Jung von einer Arbeitsvermittlerin eine Psychiaterin empfohlen, diese schickte sie dann für sechs Wochen in stationäre Behandlung. „Ich war so froh, dass jemand überhaupt gesagt hat, dass ich krank bin und dass es eine Chance gibt, diese innerliche Leere vielleicht zu beseitigen. Ich hatte damals einen totalen Zusammenbruch.“ Das ist nun ein Jahr her, heute geht es der jungen Frau immer noch nicht gut, sie ist auf der Suche nach einem Therapeuten, der sie weiter begleitet und lebt immer noch bei der Mutter und dem ungeliebten Stiefvater. „Ich will ausziehen und eine Ausbildung machen, doch das schaffe ich nur mit professioneller Hilfe.“ Eine wichtige Einsicht, die nicht alle an Depression erkrankten Menschen haben. Zu der Frage, warum heute immer mehr Menschen an Depressionen leiden, hat Martha Jung eine klare Meinung: „Es gibt kaum noch Halt, jeder lebt für sich, in einer Gesellschaft in der nur die Karriere zählt, nur, was du machst und nicht wer du bist.“

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