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Der Weg zum deutschen Pass

09.11.2008 | 19:36 Uhr

In der VHS nahmen 36 Migranten am ersten Einbürgerungstest teil. Von 33 Fragen aus den Bereichen Geschichte, Politik und Gesellschaft in Deutschland und NRW müssen 17 richtig beantwortet sein. Ergebnisse in drei Wochen

Über 33 Fragen schwitzen 36 Prüflinge in der VHS jeweils rund eine Stunde - es gab keine Tränen, keine Seufzer der Erleichterung, kein Abgleichen der Lösungen. Fotos: WAZ, Thomas Schild

"Sprachen sind mit uns nicht fremd", wirbt die VHS im Foyer des Bildungszentrums. Aber am Samstagmorgen ging es um mehr als Sprache. Es ging um Deutschlands Geschichte, Politik und Gesellschaft.

36 "Prüflinge" stellten sich dem Einbürgerungstest und damit jeweils 33 Fragen, von denen es auf dem Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft 17 richtig zu beantworten galt. "30 dieser Fragen beziehen sich auf die BRD, drei auf NRW", erläutert Prüferin Ruth Raeder von der VHS. Insgesamt umfasst der Fragenkatalog des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 300 Aufgaben plus 30 zum jeweiligen Bundesland.

Eine Stunde hatten die Einbürgerungswilligen Zeit, um die Kreuze an der richtigen Stelle zu machen: Eine Frage - vier Antwortmöglichkeiten. "Die ersten sind schon nach fünf Minuten gegangen", erzählen Ruth Raeder und ihre Kollegin Susanne Schröter. "Aber es war unterschiedlich schwer für die Leute. Viele mussten vorher einen Sprachtest machen", sagen sie. Der Großteil der Prüflinge komme ursprünglich aus der Türkei.

Während die Bücherei nebenan ausgemusterte Medien verkauft, schlüpfen die Migranten nach und nach aus den zwei Prüfungsräumen. Es gibt keine Tränen, keine Seufzer der Erleichterung, kein Abgleichen der Lösungen. Aber das wäre auch nur bedingt möglich, denn jeder Prüfling bekommt einen individuellen Bogen mit zufällig ausgewählten Fragen. Abschreiben war also auch nicht möglich.

Vorbereitenden Unterricht gab es nicht. "Alle haben sich selbständig vorbereitet", berichtet Ruth Raeder. Ab dem nächsten Jahr soll es bei ausreichendem Interesse ein Vorbereitungswochenende geben.

Drei Wochen müssen die Migranten auf ihre Ergebnisse warten. Durchgefallen? Kein Problem, der Test kann beliebig oft wiederholt werden.

Von Tobias Mühlenschulte

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Kommentare
11.11.2008
18:01
Der Weg zum deutschen Pass
von Demokratin | #2

Pseudoprüfung, mehr ist das ganze Gehampel doch nicht.
Kostet dem Steuerzahler nur wieder Unsummen.
Deutsche Staatsangehörigkeit soll nur erfolgen, wenn sich diese Personen der deutschen Lebensweise und Kultur anpassen.
Alles andere birgt nur Gefahren für die Demokratie.

11.11.2008
12:36
Der Weg zum deutschen Pass
von XD | #1

Was für ein quatsch was bringt denn der Test wenn man ihn beliebig oft wiederholen kann

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