Der schönste Windhund wurde gekürt

Die große Windhund-Ausstellung fand im Windhundstadion Emscherbruch in Gelsenkirchen Resse statt.
Die große Windhund-Ausstellung fand im Windhundstadion Emscherbruch in Gelsenkirchen Resse statt.
Foto: FUNKE FotoServices
Große Schau auf der Windhundestation Im Emscherbruch. Züchter und andere Windhundfans stellten sich und ihre Vierbeiner der Prüfung. Das Besondere bei der Rasse: Hunde bellen kaum, sind Sichtjäger.

Gelsenkirchen..  Kleine sowie ganz große Windhunde zeigten sich am Sonntag in der Windhundstation im Emscherbruch von ihrer besten Seite. Bei der CAC-Spezialausstellung präsentierten sich die Vierbeiner unter anderem aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Schweiz und Frankreich vor einer ebenfalls internationalen Jury.

190 Anwärter lieferten sich in drei Ringen auf dem Gelände ein Duell. Vier Richter bewerteten die Windhunde der Gruppe fünf und zehn nach festgelegten FCI-Standards. Kriterien für die Bewertung waren etwa die Gangart, Kraft, Zähne, Rückenlinie, Brusttiefe und die Stellung der Ohren. Auch in den Kategorien Baby, Jugend, Erwachsene und Veteranen wurden jeweils „die Schönsten“ gewählt. Am Ende stiegen noch einmal die Gewinner aller Rassen in den Ring und der Vierbeiner „Best in Show“ wurde national sowie international gesucht.

Windhunde jagen mit den Augen

„Windhunde sind Sichtjäger, anders als die meisten Hunde. Das bedeutet, ihr Sinnesorgan, das sie hauptsächlich nutzen, ist das Auge und nicht die Nase“, erklärt Claudia Bartelsbeck, die Leitung und Organisation der Ausstellung übernommen hatte. Sie war selbst mit ihrem 14-Wochen jungen Windhund der englischen Rasse Whippet aus Dülmen angereist. Die 50-jährige Züchterin berichtet: „Kieran, so heißt mein Hund, ist ein idealer Begleit- und Familienhund.“

Auf dem Gelände merkte man: Windhunde bellen nicht viel. Trotz der Anwesenheit zahlreicher Vierbeiner war die Veranstaltung sehr ruhig. „Die kleinste Windhundrasse vor Ort ist das Italienische Windspiel. Diese wird nicht größer als 40 Zentimeter. Größter Windhund ist der Irish Wolfshound, der meist über 80 Zentimeter Höhe hinauswächst“, informiert die 50-jährige Organisatorin.

Bei der Zucht mit herz dabei sein

Evelyn Haarmann war mit dem Windhund Sherif, der Dackeldame Kelly und ihrem acht Wochen altem Hundebaby aus Herten zur Schau gekommen. „Ich züchte eigentlich Dackel, aber ich finde auch die Windhunde sehr interessant“, teilt sie mit. „Egal welche Rasse, man muss bei der Zucht auf jeden Fall mit Herz dabei sein“, fügt sie hinzu. Viele der Hundebesitzer waren Züchter. Auch Doris Kleineberg nahm an der Ausstellung mit sechs Whippets teil. „Ich liebe diese Rasse. Ich wollte immer einen besonderen Hund haben. Jetzt züchte ich seit 46 Jahren Whippets“, sagt die Frau aus Kerken mit einem Lächeln. Peter Smits ist auch dieser Rasse verfallen. „Sie haben ein ruhiges ausgeglichenes Wesen und riechen nicht“, gibt er zu verstehen.

Dörte Wicht und Hans Burkhart wollten sich einfach nur das Treiben ansehen und informieren. „Wir suchen einen neuen Afghanen. Leider ist unser und vor kurzem gestorben“, erzählt Wicht, die aus Darmstadt angereist ist.

„Afghanen sind Allrounder. Sie sind gegenüber dem Besitzer sehr sanft, aber in der Wildbahn ein perfekter Jäger“, beschreibt sie die Rasse. Mit zwei großen irischen Wolfshunden überquerten Kerstin und Thomas Kerkerin die Rennbahn. Kerstin hat sich auf jeden Fall beim ersten Kontakt mit einem Vierbeiner diese Art verliebt. „Ich habe ihm in die Augen gesehen und wusste, er ist es“, erinnert sie sich an die Begegnung.