Der Nussknacker aus Gelsenkirchen

Rund 110 Kinder und Jugendliche der Tanzschule Swoboda in Gelsenkirchen trainieren gerade für die große Aufführung des Balletts „Der Nussknacker " im Theater Marl.
Rund 110 Kinder und Jugendliche der Tanzschule Swoboda in Gelsenkirchen trainieren gerade für die große Aufführung des Balletts „Der Nussknacker " im Theater Marl.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Ballettschule Swoboda aus Gelsenkirchen feiert in diesem Jahr ihr 40. Bestehen. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit einem Ballettklassiker im Theater Marl.

Gelsenkirchen/Marl.. Harlekine, Mäuseritter und ein Nussknacker wirbeln in diesen Tagen im Tanzkubus an der Tannenbergstraße in Gelsenkirchen wild durcheinander: Hier finden derzeit die Hauptproben für den Ballett-Klassiker „Der Nussknacker“ zur Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski statt.

„Wir proben für unsere nächste große Aufführung, die am 8. Februar im Theater Marl über die Bühne gehen wird“, erklärt Gabriela Swoboda, die die gleichnamige Ballettschule in Buer und den Tanzkubus leitet. Vor genau 40 Jahren übernahm sie die Ballettschulen von Betty Merck, dieser runde Geburtstag soll gefeiert werden. Mehr als 200 Kinder, Jugendliche und inzwischen auch Erwachsene, nehmen an den beiden Standorten Unterricht.

Unterschiedliche Besetzung

Die Meisten davon werden beim „Nussknacker“ mittanzen: „Wir haben bereits vor anderthalb Jahren mit den Proben begonnen, da diese sehr aufwändig sind“, erzählt Gabriela Swoboda. „Und damit alle Tänzer zum Zuge kommen, wird es zwei Aufführungen geben, mit unterschiedlicher Besetzung und jeweils 110 Mitwirkenden“, sagt die Leiterin der Ballettschule.

Erstmals wird auch die vor wenigen Jahren neu gegründete Erwachsenengruppe mittanzen. Und die jüngste Darstellerin auf der Bühne ist gerade erst fünf Jahre alt. „Wir haben sie für die Rolle des Kleinen Nussknackers aus den Reihen unserer Kinderkurse gecastet, denn die ganz Kleinen tanzen bei solchen Aufführungen nicht mit“, erklärt Gabriela Swoboda, die das Werk bereits mehrfach in Gelsenkirchen aufgeführt hat, zuletzt 1998 im Hans-Sachs-Haus.

Der passende Raum fehlte

„Mir ist es wichtig, ab und zu auch die ‘Alten Schinken’ einzustudieren, weil ich als Tanzpädagogin den Anspruch habe, den Schülern nicht nur die Tanzschritte, sondern auch die Stücke nahe zu bringen. Ich möchte ein Ballett-Publikum erziehen, das viel Hintergrundwissen mitbringt“, so Swoboda, die auch diese Aufführung gerne wieder in Gelsenkirchen auf die Bühne gebracht hätte – aber der passende Raum fehlte.