Der Musikexpress rollte durch die Feldmark

Rolf Wagemann, Gründer der Gelsenkirchener Jazz-Tage, organisiert auch den Feldmarker Musikexpress.
Rolf Wagemann, Gründer der Gelsenkirchener Jazz-Tage, organisiert auch den Feldmarker Musikexpress.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Bereits zum 17. Mal lockte der Musikexpress in der Feldmark in Gelsenkirchen die gesamte Nachbarschaft an die frische Luft.

Gelsenkirchen.. Zum 17. Mal lockte der Musikexpress in der Feldmark die gesamte Nachbarschaft an die frische Luft. Das von Veranstalter Rolf Wagemann aufgestellte dreitägige Musikprogramm kam bei den Besuchern wieder gut an. „Wenn ich es zeitlich schaffe, nehme ich alle drei Tage mit. Die Musik ist super. Gerade bei ,La Cubana‘ kann man super mittanzen. Die Leute sind alle gut drauf und das Gefühl von Stadtteil-Gemeinschaft ist einfach toll. Außerdem habe ich einen kleinen Sohn, der hier mit den anderen Kindern auf der Wiese spielen kann“, sagte etwa Miriam El-Ferdaous (40).

Wer die Feldmarkstraße am Pfingstwochenende entlang fuhr, konnte die Traube von Menschen direkt neben dem Eiscafé Nico nun wirklich nicht übersehen. „Ich habe die kleine Bühne und den Bierwagen und drum herum die vielen Leute bemerkt, da musste ich einfach anhalten und schauen, was da los ist. Jetzt bleiben meine Frau und ich noch ein bisschen hier, denn sie liebt lateinamerikanische Rhythmen und die Stimmung ist super“, sagte Roland Ebert aus der Nachbarstadt Essen und sprach damit „La Cubana“ an, die am Samstag für echt kubanisches Flair in der Feldmark sorgten.

Einzige Kritik: Es fehlten Toiletten

Freitagabend brachten „Take off and Friends“ mit Rock, Pop, Blues und Oldies die kleinen und großen Gäste zum Tanzen und Mitsingen. Sonntag gab es dann handgemachte Oldie-Cover-Musik von „Ted und die Fremden“. Bei der Mischung war für jeden Musikfan etwas dabei. Einziger Wermutstropfen des Musikexpresses: „Es gibt nicht genügend Toiletten. Nur eine einzige für Frauen hier in der Kneipe. Toll wäre es, wenn es im nächsten Jahr zusätzlich einen Toilettenwagen geben würde“, bemerkt Maria Rogalla (43), die mit ihren vier besten Freundinnen auf dem Straßenfest ist.

Bis circa um Mitternacht feierten die Feldmarker an allen drei Tagen, kamen ins Gespräch, lernten sich kennen und hatten einfach viel Spaß im eigenen Stadtteil.

„Wenn der Musikexpress nicht mehr rollen würde, wäre ich wirklich traurig“, meldet sich Miriam El-Ferdaous noch mal zu Wort und sprach damit wohl allen (anwesenden) Feldmarkern aus der Seele.