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Der historische Nordsternturm in Gelsenkirchen ist um zwei Attraktionen reicher

09.08.2012 | 17:45 Uhr
Der historische Nordsternturm in Gelsenkirchen ist um zwei Attraktionen reicher

Gelsenkirchen.   Beste Aussichten und Einsichten für Gelsenkirchen: Die Stadt wird um gleich zwei echte Attraktionen reicher. Am 6. Oktober öffnen die Besucherterrasse und das Videokunstzentrum auf und im historischen Nordsternturm.

Schon heute gilt der Landschafts- und Gewerbepark in Horst als begehrtes Ausflugsziel für Menschen aus Stadt und Region. Jetzt kommen zwei weitere Highlights hinzu: Aussichten aus 82 Metern Höhe über das Ruhrrevier und tiefe Einblicke in eine moderne Kunstgattung.

Attraktive Kulisse

Auch hier gilt: Was lange währt, wird endlich gut. Den Plan, den Turm für Besucher zu öffnen, gab es schon eine Weile. Auch die Idee für ein Museum sollte bereits im letzten Jahr umgesetzt werden. Doch die Sicherheit für die Besucher hatte Vorrang, die komplette Fertigstellung der Anlage wurde abgewartet.

Einmal einen ähnlichen Blick über Stadt und Landschaft werfen können wie es dem Göttersohn Herkules schon seit Oktober 2010 von seinem luftigen Standort ausvergönnt ist: Das geht ab 6. Oktober für alle.

Ein paar Etagen tiefer wird das Videokunstzentrum installiert. Betreibergesellschaft von Besucherplattform und Museum ist die Nordsternturm GmbH. Deren Sprecherin Dr. Marie Mense erklärt zu der Besonderheit des neuen Ausstellungsraums, der hochkarätige Werke aus der Sammlung Goetz und des Neuen Berliner Kunstvereins zeigen wird: „Nicht in den gewohnten White Cubes oder Black Boxes präsentieren die Sammler Medienkunst aus ihren Beständen, sondern vor und in der Kulisse der denkmalgeschützten alten Fördermaschinerie.“

Archiv zur Geschichte der Videokunst

Die Ausstellungsstücke werden wechseln. Die erste Schau trägt den Titel „Schichtwechsel“ und widmet sich dem Thema Arbeit in unterschiedlichsten Facetten und Variationen. Es werden unter anderem Werke von Künstlern wie Francis Alys, Matthew Barney, Rosemarie Trockel und Artur Zmijewski gezeigt.

Das Videokunstzentrum wird sich in den Etagen 5 bis 11 des Altbaus befinden, wobei in der 9. Etage ein Archiv zur Geschichte der Videokunst entsteht. Insgesamt wird das Museum auf sieben Etagen stattliche 1148 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Auf der Dachterrasse stehen 133 Quadratmeter zur Verfügung. Hier dürfen sich maximal 100 Personen aufhalten.

Ein Besucher-Café im Turm wird es allerdings nicht geben.

Elisabeth Höving

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Kommentare
11.08.2012
11:49
Kosten: in unbestimmter Höhe
von somjotien | #1

Was hat das nur alles gekostet?

Kann die Verwaltung und Politik dazu Zahlen nennen? Ich glaube nicht!

Denn: Das ganze ist ein typisches Prestige-Objekt der Stadt, das sie sich eigentlich nicht leisten kann. Oder doch: Auf Kosten der Bürger!

Die erhalten nämlich nicht die notwendigen Leistungen, die ihnen zustehen. Da wird gespart. Oder wie Fr. Reker sagte:

“Es ist daher festzustellen, dass das Angebot kommunaler Leistungen für die Bürger gegenüber dem Landesdurchschnitt, aber auch im Vergleich mit Kommunen ähnlicher Finanzsituation deutlich geringer ausfällt.” (Entwurf des Haushaltssicherungskonzeptes 2010-2013, Drs. 09-14/516, Pkt. 4.1, H. Reker, S. 9/10 Link zur Zip-Datei)

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