Der Heinrich-König-Platz wird grün

Täglich verändert sich der Heinrich-König-Platz. Am 29. April 2015 sah der Platz in der Innenstadt so aus. Im Hintergrund Neumarkt und Bahnhofstraße.
Täglich verändert sich der Heinrich-König-Platz. Am 29. April 2015 sah der Platz in der Innenstadt so aus. Im Hintergrund Neumarkt und Bahnhofstraße.
Was wir bereits wissen
Ein kleiner Wald, ein Großbaum, weitere Einzelbäume schaffen grünes Ambiente auf dem City-Platz. Auch der Grünbereich zwischen Hans-Sachs-Haus und Ebertstraße bleibt erhalten. Die Bäume sind wichtig für das Kleinklima.

Gelsenkirchen.. Seitdem die drei großen Platanen vor St. Augustinus gefällt wurden und die Pflasterarbeiten voran schreiten, geht bei einigen Bürgern die Sorge um, dass der Heinrich-König-Platz zur Betonwüste gerät. Fehlendes Grün bedeute weniger Aufenthaltsqualität auf Plätzen dieser Größe, so der Tenor.

Dabei hat die Stadt die Pflanzung eines kleinen Waldes vorgesehen. An der Kath. Propsteikirche wird der so genannte „Georgshain“ (in Anlehnung an das Georgshaus, das früher in der Ahstraße 1 stand) entstehen. 15 Gleditschien (Lederhülsenbäume) werden im Herbst in Karree-Form gepflanzt. Bis sich allerdings der Waldcharakter entwickelt hat, dauert es. Deswegen wird an dem Standort der drei gefällten Altplatanen vor St. Augustinus ein Großbaum gepflanzt (Höhe: sieben bis acht Meter, Kronendurchmesser: drei bis vier Meter ), der auf dem großen Platz Schatten spendet und „was hermacht“. Die Baumart ist noch offen. Gelsendienste rät zu einem Schnurbaum.

Bäume, die in der Ahstraße während der Umbauarbeiten kaputt gingen, werden ersetzt.

Pläne für den Platz

Entlang der „Platzkante“ entsteht zur Seite des Sparkassengebäudes ein „Möblierungsband“ mit japanischen Schnurbäumen, Bänken, Müllbehältern und Laternen – „vergleichbar mit der Gestaltung in der Bahnhofstraße“, sagt Sebastian Kröger, vom Stadtumbaubüro und Projektkoordinator. Mehr Bäume und mehr Möblierung dürfen allerdings auch nicht sein, da man den Platz für Veranstaltungen wie Weihnachtsmarkt und Kirmes benutze. Im Zuge der Umgestaltung zeichnet sich eine Neunutzung für den Pavillon „Cafe Meißner“ ab. Er soll eine Rundum-Glasfassade und einen Pächter erhalten.

Mit dem Ende der Sanierungsarbeiten wird auch die Bluebox an der Ebertstraße abgerissen. Die Gestaltung des Bereichs, an dessen beiden Enden die bekanntesten beiden Bauwerke der Stadt liegen, wird bestimmt von folgenden Zielsetzungen: 1. freie Sichtbeziehung zwischen Hans-Sachs-Haus und Musiktheater, 2. mehr Freiraum, 3. Erhalt der Grünbereiche mit Wegeführungen, Sitzgelegenheiten und „eingestreuten“ Spielgeräten. „Der Baumbestand bleibt fast unangetastet“, so Kröger. Lediglich in das Buschwerk werde eingegriffen. Die Parkplätze an der Bluebox werden „neu sortiert“ und der Bereich gepflastert.Die Entwurfsplanung wird noch in den politischen Gremien vorgestellt.

Informeller Treffpunkt

Was dem einen Bürger zu viel an Grün, ist dem anderen zu wenig. Kritiker des geplanten „Georgshain“ befürchten, dass das Wäldchen mit Bänken und Springbrunnen zum informellen Treffpunkt für Jugendliche werden könnte.