Der Ballettchef geht
20.08.2010 | 19:12 Uhr 2010-08-20T19:12:00+0200
Gelsenkirchen.Bernd Schindowski, seit 1978 Ballettdirektor am Musiktheater im Revier, hat seine vorzeitige Kündigung zum Ende der Spielzeit 2010/11 eingereicht.
Der Ballettchef bestätigte gestern offiziell, was während der Theaterferien mehrfach „aus gut unterrichteten Kreisen“ kolportiert worden war. Am Donnerstag nächster Wo-che wollen sich Bernd Schindowski und Intendant Micha-el Schulz in einer gemeinsamen Pressekonferenz näher zu den Vorgängen äußern.
Er habe, sagte Schindowski, die Kündigung einen Tag vor Beginn der Theaterferien ab-gegeben und auch seine Tänzer – „die Compagnie sollte bis zum Schluss in Ruhe arbeiten“ – erst nach der letzten Aufführung am 4. Juli informiert. Theoretisch hätte der 62-Jährige über die Saison 2010/11 hinaus noch zwei weitere Spielzeiten bestreiten können.
Schindowskis Ausscheiden 2013 wäre zusammengefallen mit der Zeitgrenze, die dem Musiktheater für die Etat-Einsparung in Höhe von einer Million Euro gesetzt ist. Im Etat schlägt das Ballett mit rund 800 000 Euro zu Buche.
Zwar waren MiR-Geschäftsführer Dieter Kükenhöner und Intendant Schulz bisher bemüht, naheliegende Spardiskussionen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Doch „wenn die Stadt bei der Million bleibt“, meint Kükenhöner jetzt, „ geht das nur über das Ballett“. Der Geschäftsführer hat bereits mit der Stadt gesprochen („die will keine Spartenschließung“) und sich mit Schulz („sonst war keiner da, mit dem wir hätten reden können“) erste, nicht spruchreife Gedanken über die Zukunft gemacht. „Um die Compagnie nicht zu verunsichern haben wir erklärt, dass wir die Saison 2011/12, wenn das neue Konzept noch nicht greift, als Übergangsspielzeit betrachten – eventuell mit Gastchoreographen.“
11:58
Aktuell frage ich mich nur was im Inegratenspiel des MIR gespielt wird. Aufführungen des Balett Schindowski scheinen dieses Jahr nicht mehr stattzufinden. Auf der hompage des Ballett Schindowski - nichts - wird umgeleitet auf die MIR Seite! Da scheint EINIGES im Argen zu liegen ....
Aber in den letzten Jahren ist man ja an diesem Hause mit langjährigen Stammkräften immer mies umgegangen!
06:14
Eine Nation steht und fällt mit der Kultur.
Eine Millionen Euro pro Jahr könnte die Stadt einsparen, indem sie drei Leistungsträger Gelsenkirchens auf die Straße schickt:
die Herren Baranowski, Kükenhöner und Schulz.
Diese drei sollten sich was schämen...
Gruß, ich.
PS: Herrn Schindowski alles Gute.
Danke für seine Arbeit, sein Engagement, sein ich bin Gelsenkirchener und stehe zu dieser Stadt (Stichwort: Jugendarbeit und -projekte)
06:55
Ich hoffe, sie berichten ausführlich von der Pressekonferenz am nächsten Donnerstag! Was ist da gelaufen?
14:15
Schindowski war IMMER das Aushängeschild des MIR - selten aber seitens der OperIntendanten geliebt! Schade für das MIR - schade für Gelsenkirchen. Diskutieren wir dann doch endlich auch mal die Schliessung des gesamten Hauses!
Gastchoreografen? ICH werde zum Boykott aufrufen und somit zur Einstellung der subventionierten Verschwenung.
Wenn es wirklich spruchreif ist - dann ein herzliches Dankeschoen an einen der führenden Tanztheater- Koepfe und Companien der Republik - kaputt gespart durch zu ersetztende belanglose Intendanten und eine marode Geldverschwendungspolitik der kommunalen Behörden!
Heisst dann auch - ein HOCH dem HSH - da kann ab Saison 2011/2012 den Tauben beim zuscheissen zugeschaut werden!
10:39
er hat was bewegt am MiR, einfach nur schade.
23:52
Schade, wieder wird Kultur kaputtgespart.Wie siehts denn aus wenn aufgrund fehlender Ballettaufführungen die Besucherzahlen in MiR fallen? Da aber die technischen Möglichkeiten heute vorangeschritten sind,hoffe ich das es demnächst Ballette aus vergangenen Spielzeiten per Großleinwand im MiR zu sehen gibt.