Dauerschmerz muss mit vielen Waffen bekämpft werden

Beim WAZ-Medizinforum „ Wir haben etwas gegen Ihren Schmerz " stellten Thomas Marx und Chefarzt Prof.Dr. med. Christoph Wiesenack  vom Marienhospital ihr Konzept vor.
Beim WAZ-Medizinforum „ Wir haben etwas gegen Ihren Schmerz " stellten Thomas Marx und Chefarzt Prof.Dr. med. Christoph Wiesenack vom Marienhospital ihr Konzept vor.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Chronische Schmerzen können Menschen völlig aus der Bahn werfen. Wer einen Ausweg aus dem Teufelskreis finden will, muss mit vielen verschiedenen Waffen gegen den „Feind“ Schmerz kämpfen. Im Marienhospital Gelsenkirchen gibt es seit 2011 ein ganzheitliches Schmerzkonzept.

Gelsenkirchen.. Dienstag ist der bundesweite Aktionstag gegen den Schmerz. Die Möglichkeiten, auch chronische Schmerzen gut zu beherrschen, sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Dennoch dauert es in der Regel immer noch viel zu lange, bis ein chronischer Schmerzpatient einen Therapieplatz bekommt. Es mangelt an niedergelassenen Schmerztherapeuten, zumal es den Facharzt für Schmerztherapie nicht gibt, sondern nur als qualifizierte Zusatzausbildung zu einer anderen Fachrichtung. Meist sind es Anästhesisten oder Neurologen.

Das Marienhospital Ückendorf arbeitet seit 2011 mit einem ganzheitlichen Schmerzkonzept und einer hausinternen 24-Stunden -Hotline, bei der jederzeit individuelle Hilfe geboten werden kann. Es gibt eine psychologische Psychotherapeutin, Christiane Kost, den Schmerztherapeuten, Oberarzt Thomas Marx, Schmerzkrankenschwestern und verschiedenste Therapieformen, um akutem wie chronischem Schmerz wirksam begegnen zu können.

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Deutschlandweit standardisierter Fragebogen

Im Marienhospital Ückendorf werden jedoch bereits stationäre, multimodale Therapien angeboten. Sie dauern in der Regel zehn Tage. Patienten werden mit psychologischer, physio- und ergotherapeutischer Betreuung, mit Kunsttherapie und Kinaesthetik gegen den chronischen Schmerz gestärkt.

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