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Das Kulturpfund Consol

14.04.2008 | 18:50 Uhr

WAZ-Serie (12): Karl-Heinz Dyla kämpft weiter um Bestand und Denkmalschutz für das große Zechenareal in Bismarck. ...

"Präses" von Consol: Karl-Heinz Dyla, Ex-Knappe und -Hauer auf der Bismarcker Zeche, bis er Ruhrkohle-Ausbilder wurde. Der Ort sei "ein prima Standortfaktor". Foto: WAZ, Martin Möller

... Nächstes Thema: die Hängebank unter dem FördergerüstDie Geschichte des Initiativkreises Bergwerk Consolidation (IBC) ist gespickt mit Erfolgen - abzulesen u.a. an der Maschinenhalle (1923) auf dem ehemaligen Brachenareal an der Bismarcker Straße. Einer der Väter dieser erfolgreichen Rettung von Zechen- und Industriekultur ist Karl-Heinz Dyla, 74, der wie ein Löwe seit über zehn Jahren um den Erhalt des Consol-Ensembles kämpft. Dass die denkmalgeschützte Halle mit der einst größten Dampffördermaschine, gebaut 1963 bei der Gute-Hoffnungs-Hütte (GHH) in Oberhausen, brummt und summt und die Gäste in ihrer Monumentalität fasziniert, ist nicht zuletzt ihm zu danken.Und er will zusammen mit dem IBC erreichen, dass der Ort Teil des großen Ruhr-Tourismus-Programms für das Kulturhauptstadtjahr 2010 wird. Dyla, der als Azubi auf Consol arbeitete und aus einer "Püttfamilie" mit insgesamt 120 Bergbaujahren stammt: "Das ist unsere Geschichte, das ist unsere Tradition, das ist unser Herzstück. Das muss lange bleiben."Er sorgt sich um die Zukunft. Junge Leute baut er auf, die demnächst einmal in seine Fußstapfen treten können. "Jeder, der kommt und uns besucht, ist beeindruckt. Viele treten beinahe automatisch in den IBC ein." Monatlich klopfen 30 bis 50 Leute an: "Bei schönem Wetter hatten wir an einem Tag schon über 1000 Gäste - meist ehemalige Bismarcker Bürger oder sogar Ex-Consoler. So können wir ein Stück Identität garantieren."Dyla stellt für die Zukunft keine konkreten Forderungen (Personal, Finanzen), aber er möchte, "dass wir nicht umsonst seit 1997 vor Ort die Situation sichern." Er wünscht sich eine neue Nutzung der Hängebank unter dem benachbarten Doppelstreb-Turm, auch eine "behutsame Bebauung" auf dem Gelände wäre denkbar. "Das würde die Strukturen in Bismarck insgesamt beleben."Der "Standort Consol" könne durchaus mit Zollverein (Essen) konkurrieren: "Nicht von der Größe her, aber mit unserer Power, mit dem bürgerschaftlichen Engagement. das hinter allen Mühen stand und steht." Bei der ExtraSchicht am 21. Juni wird Consol, wird die Maschinenhalle wieder Mittelpunkt werden.Dyla möchte noch mit einem "falschen Bild" aufräumen: Die Schalker Fußballknappen kamen 1904 nicht, wie oft verbreitet werde, von Zeche Hugo - "Sondern mitten aus Bismarck. Consol war einst die Wiege der Blau-Weißen." Und dann kümmert er sich wieder um den Alltag! STANDORT KULTUR HJL

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