Das Krankenhaus aus Künstlersicht

Regisseur Rolf Dennemann ist  zu Gast im Consol Theater Gelsenkirchen.
Regisseur Rolf Dennemann ist zu Gast im Consol Theater Gelsenkirchen.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Schauspieler Rolf Dennemann kommt am Freitag zu einer theatralischen Lesung ins Consol Theater mit „Unterwegs mit meinem Körper“

Gelsenkirchen.. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wenn einer ins Krankenhaus reist, dann auch: Der Schauspieler, Autor und Regisseur Rolf Dennemann widmet diesem Thema sogar einen eigenen Abend.

„Unterwegs mit meinem Körper – der Krankenhausbericht“, heißt sein Programm, das er gemeinsam mit der Kölner Schauspielerin Elisabeth Pleß am kommenden Freitag, 29. Mai, ab 20 Uhr im Consol Theater an der Bismarckstraße 240 präsentiert.

„Mehr als eine Lesung“

„Im vergangenen Jahr war ich in sechs verschiedenen Krankenhäusern in Gelsenkirchen, Hagen, Dortmund und Duisburg zu Gast“, sagt der gebürtige Gelsenkirchener, der inzwischen in Dortmund lebt, etwas gequält.

„Dabei habe ich schnell gemerkt, dass man die Zeit als Patient nur mit sehr viel Humor erträgt“, fügt er hinzu. „Und deshalb habe ich begonnen, Tagebuch zu führen.“

Aus diesen Tagebucheinträgen hat er jetzt sein jüngstes Leseprogramm gestrickt, das „weit mehr ist als eine Lesung, schon fast ein Theaterstück“, wie Dennemann betont.

Anekdoten aus dem Krankenhaus

Dabei geht es allerdings nicht um Details der Krankheit, sondern um die Begebenheiten und Widrigkeiten des Krankenhausalltags. „Man fragt sich ja, warum die Essenszeiten so absurd und in jedem Krankenhaus anders geregelt sind – und warum man ausgerechnet zur Frühstückszeit dann auch noch Blut abgenommen bekommt“, plaudert Dennemann aus dem Nähkästchen.

Und verspricht, dass der Abend unterhaltsam wird, auch für Menschen, die selbst schon oft im Krankenhaus „stationiert“ waren. „Ich habe oft erlebt, dass viele Leute im Publikum zustimmend nicken, wenn ich meine Anekdoten erzähle“, sagt er.

Das Wortprogramm wird mit viel Musik und Videos untermalt. „Die Spannbreite reicht von Techno bis Wagner“, so Dennemann, der übrigens findet, dass ein Krankenhausaufenthalt wie Urlaub ist – allerdings nicht so erholsam. „Man geht doch mit hohen Erwartungen und seinem Koffer dorthin. Aber schon an der Rezeption merkt man, dass das nicht einfach wird. . .“