Gesund und schnell gerollt

Die Füllung ist knackig – und simpel mit Salat, Gurke, Frühlingszwiebel und Tomate. Aber die Variationsmöglichkeiten sind natürlich riesig.
Die Füllung ist knackig – und simpel mit Salat, Gurke, Frühlingszwiebel und Tomate. Aber die Variationsmöglichkeiten sind natürlich riesig.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Wraps gehören zur leichten Küche. Dominik Kusak richtet sie vegetarisch an, gefüllt mit frisch gehackten Tomaten, Gurke und Salat – simpel, gut.

Gelsenkirchen.. Es gibt Kinderfotos von Dominik Kusak, da trägt er schon als sechsjähriger Knirps Kochschürze und Kochmütze. „Ich habe schon als kleiner Junge immer gerne zugeguckt, wenn meine Mutter gekocht hat“, erzählt der 19-Jährige.

Nun, das Gericht, das er für die WAZ-Aktion „Das isst der Pott“ in der Lehrküche des Berufskollegs Königstraße zubereitet, hätte er sicher auch als Grundschüler schon auf die Reihe bekommen: Tortilla-Wraps vegetarisch, gefüllt mit frisch gehackten Tomaten, Gurke und Salat – simpel, gut. Und allemal zum Nachmachen empfohlen.

In seinem Alltag stellt sich Kusak weit diffizileren kulinarischen Herausforderungen. Der 19-Jährige ist Jungkoch in der Gastronomie Schloss Berge. Anfang Juni hat er seine praktische Prüfung bestanden, ein paar Wochen zuvor die Theorie im Berufskolleg. Für sechs IHK-Prüfer hat er sein Drei-Gänge-Menü geschrieben, Zutaten eingekauft und gekocht – als Vorspeise karamelisierten Ziegenkäse mit Portweinfeige und Wildkräutersalat zu mediterranen Brötchen.

Als Hauptgang tischte er Doradenfilet mit Wok-Gemüse und Kartoffeln Musselin (mit untergehobener Sahne) auf. Ein Glanzstück: Das Dessert, Baileys Schoko-Mousse mit Himbeer-Orangensalat. Zur vierstündigen Prüfung gehört übrigens auch „ein gastorientiertes Gespräch mit den Prüfern“, erklärt Kochlehrer Heinrich Wächter. Köche sollen nicht nur am Herd glänzen, sie sollen auch „Verkaufsgespräche“ führen und beraten.

Als Geselle ist Dominik Kusak nun von Schloss-Patron Klaus Geissler übernommen worden. „Ich werde hier erst einmal einige Zeit Erfahrung sammeln. Später möchte ich noch die Welt entdecken“, sagt Kusak. „Ich will auch gerne in anderen Ländern kochen. Das kennen zu lernen, wird interessant.“ Im Schloss Berge hat der Jungkoch vor seiner Ausbildung nach dem Realschulabschuss zunächst zwei Wochen zur Probe gearbeitet, drei Ausbildungsjahre später steht für seine Lehrmeister fest: „Wer hier die Ausbildung überstanden hat, der kann überall arbeiten.“

Gute Perspektiven also, auch wenn Köche zunächst sicher nicht zu den Gut-Verdienern zählen. Im 3. Lehrjahr hat Kusak 655 Euro monatlich an Ausbildungsvergütung bekommen, nach der Gesellenprüfung verdienen Köche im „Schnitt im ersten Jahr nicht viel mehr als 1000 Euro netto“, rechnet Wächter. „Dazu muss man natürlich die Verpflegung im Betrieb hinzurechnen.“

Lecker zu essen hat Dominik Kusak schon als Kind „Spaß gemacht. Ich koche auch sehr gerne für mich alleine und probiere neue Sachen aus.“ Für seine Leidenschaft bringt er eine gute Voraussetzung mit: „Ich kann essen, was ich will. Ich werde nicht dick.“

Und so geht’s: Rezept und Zutaten

  • 1 Packung Tortillas mit 6 Stück aus dem Supermarkt
  • 150 g Frischkäse
  • ¼ Eisbergsalat
  • Tomaten
  • Frühlingszwiebeln
  • Salatgurke
  • Salz
  • Pfeffer

Nun ja, große Hexerei ist die Rezeptur für die vegetarischen Wraps wahrlich nicht. Selbst mit minimalem Küchen-Sachverstand kriegt man das hin. Sei es als Sommersnack zwischendurch, als leichtes Abend- oder Mittagessen oder für eine gesellige Freundesrunde (gern mit Wraps selber drehen und belegen).

Gurke und Tomate würfeln (Kusak entfernt dafür das wässerige Innere), Eisbergsalat klein schneiden, die Tortillas mit Frischkäse bestreichen, mit Salat, Gurke und Tomate belegen, würzen. Dann fest einrollen. Wraps schräg in Stücke schneiden, anrichten, mit Frühlingszwiebelröllchen garnieren. Natürlich lassen sich die Wraps auch mit Lachs, Schinken, Hühnerfleisch etc. variieren.