Das Amtsgericht Buer wird abgerissen

Viele Menschen in Gelsenkirchen beschäftigen die drohenden Leerstände großer Gebäude durch den Bau des Finanzzentrums in Buer und des Justizzentrums in Ückendorf. Wie sehen die Überlegungen der Stadtverwaltung hier aus?
Frank Baranowski:
Wir führen regelmäßige Gespräche mit dem Land, das Eigentümer der Immobilien ist. Konkret mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes, dem BLB.


Können Sie das konkreter fassen?
Das Amtsgericht Buer ist nicht zu halten. Es soll abgerissen und die Fläche neu bebaut werden. Auf das Finanzamt Buer haben wir selbst ein Auge. Dort könnten wir derzeit noch dezentral untergebrachte Dienststellen zusammenfassen.


Und der Stadtsüden?
Die Evangelischen Kliniken haben Interesse am Amtsgericht geäußert. An der Stelle müssen wir aber die Sotha, die Sozialtherapeutische Anstalt beachten, die ja 2017 nach Bochum wechseln wird. Da müssen wir abwarten, welche Pläne zu realisieren sind. Für das Finanzamt Süd wird eine Investorenlösung gesucht.


Was bedeutet?
Dort ist angedacht, nach einem Umbau Wohnungen unterzubringen. Wie beim alten Knappschaftskrankenhaus in Ückendorf.


Und das Arbeitsgericht? Da ist zu hören, dass der Bereich Presse und PR der Westfälischen Hochschule sich dort ansiedeln möchte.
Ja, davon hörte ich auch. Dazu kann ich aber nichts sagen. Das ist eine Entscheidung, die die Hochschule treffen muss. Das muss Präsident Prof. Dr. Kriegesmann bewerten.


Wie finden Sie die Idee denn grundsätzlich?
Ich finde, sie hat ihren Charme.