Claudia Lüke geht als „Artist in Residence“ nach Australien

Die Künstlerin Claudia Lüke zieht es aus dem grauen Gelsenkirchen ins sonnige Australien.
Die Künstlerin Claudia Lüke zieht es aus dem grauen Gelsenkirchen ins sonnige Australien.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Gelsenkirchener Künstlerin wurde von dem Künstlerquartier in Bilpin bei Sydney ausgewählt – am 8. Februar soll sie dort eine Ausstellung mit neuen Werken zeigen.

Gelsenkirchen.. Dem tristen Grau des Winters zu entfliehen, wer wünscht sich das nicht manchmal in diesen Tagen? Die Gelsenkirchener Künstlerin Claudia Lüke macht Nägel mit Köpfen und besteigt Anfang der Woche einen Flieger, der sie an das andere Ende der Welt bringen wird. Ihr Reiseziel ist Bilpin, ein Vorort von Sydney, der direkt an einem Nationalpark gelegen ist.

Claudia Lüke wird dort, in einem „Art Shed“, einer Art noblen Kunst-Hütte, vier Wochen lang als „Artist in Residence“ leben und arbeiten. „Als ich im vergangenen Jahr durch Australien gereist bin, habe ich mir die Künstlerinitiative dort angesehen und erste Kontakte geknüpft“, erzählt die Gelsenkirchenerin, die gerade ihren Koffer packt.

Kurz nach ihrer Rückkehr nach Deutschland bewarb sie sich für das Künstlerprogramm, das ihr einen kostenlosen Aufenthalt vor Ort ermöglicht. Die Künstler, die nach Bilpin eingeladen werden, sind von einer Fachjury zuvor sorgsam ausgewählt worden.

Schwerpunkt auf neuen Arbeiten

„Ich freue mich auf ganz neue Inspirationsquellen – solche Reisen in fremde Länder sind ja immer toll, um neue Eindrücke zu gewinnen. Vor Ort möchte ich richtig viel Neues schaffen künstlerisch, denn für den 8. Februar ist in Bilpin bereits eine Ausstellung mit meinen Werken geplant. Und da ich nicht so viel Gepäck mit hinnehmen kann, werde ich eben vor Ort viel arbeiten“, sagt Claudia Lüke lachend.

„Natürlich werde ich auch Werke von hier mitnehmen, damit die Australier einen Einblick bekommen in das, was ich hier so mache. Aber der Schwerpunkt wird auf neuen Arbeiten liegen“, verrät die Künstlerin, die sich natürlich auch auf die sonnigen 22 Grad in Bilpin freut: „Ich werde meinen Linien, den grafischen Strukturen und den Metallelementen sicherlich treu bleiben. Aber die Farben könnten sich schon ändern, wenn das Licht anders ist...“