Chorsänger – gesucht und begehrt

Der ehemalige Polizeihauptkommissar Werner Bosten, Schatzmeister des Polizeichores Gelsenkirchen, mit einer neuen Werbebroschüre zum geplanten Chorprojekt 2015.
Der ehemalige Polizeihauptkommissar Werner Bosten, Schatzmeister des Polizeichores Gelsenkirchen, mit einer neuen Werbebroschüre zum geplanten Chorprojekt 2015.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Der Polizeichor Gelsenkirchen sucht für einen Projektchor neue Stimmen. Ziel ist es, zwei Matineen im Juni im Gesundheitspark Nienhausen und im Schloss Wittringen stimmgewaltig zu bestreiten.

Gelsenkirchen.. Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“ oder ABBAs „Thank You for the Music“ – bei diesen Hits kann wohl jeder von uns mitsingen. Wer mag, kann dies bald auch auf einer großen Bühne tun: Der Polizeichor Gelsenkirchen sucht für einen Projektchor neue Stimmen. Ziel ist es, zwei Matineen im Juni im Gesundheitspark Nienhausen und im Schloss Wittringen stimmgewaltig zu bestreiten.

„Diese Matineen gehören bei uns zu den traditionellen Veranstaltungen“, erzählt Werner Bosten, der Schatzmeister des Polizeichores Gelsenkirchen. „Allerdings wird es für uns in Zeiten schwindender Mitgliederzahlen immer schwieriger, diese Matineen zu stemmen.“

Polizeichor hat Nachwuchssorgen

Auch den Polizeichor plagen – wie viele andere Chöre in der Stadt – Nachwuchssorgen. Kaum ein junger Gelsenkirchener mag sich noch über Jahre hinweg fest an wöchentliche Chorproben binden. „Im Jahr 2000 hatten wir noch 80 Sänger in unseren Reihen. Heute sind es noch knapp 35“, rechnet Werner Bosten vor. „Und auch der Polizei-Frauenchor hat nur noch 28 Mitglieder.“

Mit einem neuen Angebot möchte man nun allen Menschen, die gerne singen, den Einstieg erleichtern: „Wir proben jeweils dienstags im Polizeipräsidium in Buer. Die Männer um 17.30 Uhr, die Frauen um 19.30 Uhr. Wer mag, kann einfach vorbei kommen und sich das einmal ansehen und mitsingen“, sagt Werner Bosten. Und verspricht: „Bei uns muss niemand vorsingen, es gibt kein Casting wie bei ‘Deutschland sucht den Superstar’.“

Rund 6000 Flyer sollen verteilt werden

Und natürlich muss man auch nicht bei der Polizei arbeiten. „Der Chor ist offen für alle. Wir haben Apotheker in unseren Reihen, Bäckermeister und Rentner. Bei uns gibt es keinen Standesdünkel“, verspricht das langjährige Chormitglied.

In den kommenden Tagen sollen im Stadtgebiet rund 6000 Flyer verteilt werden, die für das neue Chorprojekt werben. Und Werner Bosten hofft auf großen Zuspruch. Am 27. Januar starten die Proben.

Anmeldungen sind ab sofort möglich bei den 1. Vorsitzenden der Polizeichöre: Friedhelm Mruck, unter 0209 81 77 08 (für Männer) und bei Birgit Kuczyk, 0209 81 51 80 (für Frauen).