CDU rüstet sich für die Wahl
28.06.2009 | 16:31 Uhr 2009-06-28T16:31:00+0200Gemeinsam recken sie am Schluss die Fäuste nach oben: Norbert Mörs, der Oberbürgermeister werden will, und Oliver Wittke, der es schon war. Man spürt: Mit einem Sieg von Mörs würde Wittke die Scharte seiner Niederlage vor fünf Jahren ausgewetzt sehen.
Fünf Stunden währt der CDU-Parteitag am Samstag. Mühsam die Kleinarbeit durch die 768 buchstabenreichen Zeilen des Wahlprogramms, das erst am selben Morgen den Delegierten auf den Tisch kam und durchgeackert werden muss. Das erste Stimmungshoch bringt die Wiederwahl Meckelburgs, der seinen internen Kritikern, die meinen, 22 Jahre an der Parteispitze sind genug, klar macht, dass jetzt in diesen Wahlzeiten keine Zeit für Erneuerung oder parteiinternen Wahlkampf sei. Also tritt er an und wird erwartungsgemäß gewählt. Mit 85 % kann Meckelburg gut leben.
Ohnehin, der Gegner heißen jetzt Rot und Grün und Baranowski. Und zugleich versammelt sich die CDU hinter ihrem OB-Kandidaten Norbert Mörs. Meckelburg rechnet 64 Tage bis zur Wahl, bei Mörs sind es 65 Tage bis zum 30. August. Das ist aber auch schon der einzige Unterschied an diesem 27. Juni.
Beide wollen den Machtwechsel und rechnen sich gute Chancen aus. Während Meckelburg scharf gegen die SPD und gegen Baranowski schießt (der „lächle” nur, während Mörs den Dreiklang „Können – Wollen – Machen beherrsche), stellt Mörs sein Vier-Punkte-Programm vor: Arbeitsplätze schaffen gerade für Frauen, Ganztagsangebote für alle Schulformen, die Integration vor allem über den Weg der Sprachförderung und die Stärkung des Sicherheitsgefühls. Zuversicht und Kreativität sind seine Botschaften. Sie kommen an: Lang anhaltend ist der Applaus für Mörs, der frei gesprochen hat und verschmitzt seinen vielleicht besten Wahlhelfer ein wenig foppt: Seit acht Monate fahrt er durch Gelsenkirchen und hat in dieser Zeit kein Knöllchen bekommen, „obwohl ich oft beschleunigt habe”.
Der „geblitzte” und darüber gestolperte Ex-Minister Oliver Wittke „dankt” den Scherz mit einem kräftigen Abschluss des Parteitages und reißt die Delegierten aus der Ermattung der Programmarbeit, Parteitagsentsendungen und fraktionellen Berichterstattungen. „Vor zehn Jahren ist ein Ruck durch die Stadt gegangen”, erinnert Wittke an seinen überraschenden Wahlerfolg 1999. Mit einem Oberbürgermeister Mörs könnten Stadt und Land Hand in Hand „wieder ein Feuerwerk entfachen, wie es Gelsenkirchen lange nicht mehr erlebt hat. Der Stadtspitze wirft Wittke dagegen vor, gegenüber dem Land nur zu „moppern und zu stänkern”. Üppige Landesgelder fürs Hans-Sachs-Haus, für die Horster Straße oder für die Vorburg fielen unter den Tisch. „Ich erwarte kein Dankeschön dafür, aber Erwähnung”, poltert Wittke und bringt die Union auf Wahlkampfkurs: „Jetzt machen wir kurz Urlaub und dann stürzen wir uns voll ins Getümmel.”
23:07
Wittke? Da war doch was? 100% Arbeit und 200% Einnahmen oder so? Ich fress einen Staubsauger, wenn die CDU gewinnt ..
22:40
Man darf gespannt sein, wie sich der CDU OB-Kandidat Mörs am 18.08.09 zu den Fragen des Mietervereins Gelsenkirchen stellt, wenn es u. a. um das besonders in Gelsenkirchen heiß brennende Thema *Zwangsumzüge* bei Hartz IV-Beziehern geht.
Ebenso gespannt darf man sein, wie sich der OB-Kandidat der SPD Baranowski diesem Thema stellen wird.
Von wenigen Einzelfällen kann schon lange nicht mehr die Rede sein!
14:09
Mit einem Herrn Wittke als Vorbild sinken die Chancen des chancenlosen Herrn Mörs wohl ins bodenlose. Wittke ist omnipotenter Medien,Schwätzer aber sonst nur heiße Luft.
13:24
@nicht Teilnahme beim Jugendring-Café!
WIE PEINLICH, HERR MÖRS!!!
12:45
Oh was die CDU will Ganztagsangebote für alle Schulformen, die Integration vor allem über den Weg der Sprachförderung und die Stärkung des Sicherheitsgefühl.
Aha, komisch nur das man sich das nicht getraut hat vor dem Jugendring Polit-Cafe vorzutragen.
Da war die CDU leider krank und somit nicht da.
20:33
22 Jahre Meckelburg---und kein bisschen weise!!!
20:08
KnutM du bist ja klasse - was sollte denn deiner meinung nach mit dem hans sachs haus geschehen?
17:05
Dann geben wir dem Herrn Wittke doch mal ein ordentliches Dankeschön für den Beinah-Abriss des Hans-Sachs-Hauses und die Cross-Border-Leasing-Geschäfte. Wem gehört die Stadt?