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Arbeitsmarktpolitik

CDU fordert Spitzengespräch mit der Arbeitsagentur

12.06.2012 | 12:00 Uhr
CDU fordert Spitzengespräch mit der Arbeitsagentur

Gelsenkirchen.   Die Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit soll aus erster Hand erfahren, welche Probleme Verwaltung und Politik in Gelsenkirchen sehen. CDU-Fraktions-Vize Wolfgang Heinberg regt daher ein Spitzengespräch an.

„Abwarten reicht nicht.“ Meint CDU-Fraktions-Vize Wolfgang Heinberg .

Er hat Oberbürgermeister Frank Baranowski gebeten, die Stadt möge aktiv werden und einen Termin für ein Spitzengespräch der Gelsenkirchener Politik mit der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit zu vereinbaren.

Gründe für ein Gespräch gibt es genug

Gründe für ein solches Spitzengespräch gibt es aus Sicht der CDU-Fraktion und im Interesse der Menschen in Gelsenkirchen zu genüge. Heinberg nennt beispielhaft „das auch in Gelsenkirchen spürbare Schlecker-Desaster “.

Außerdem: die Unsicherheiten in Sachen Opel und Zuliefererbetriebe und der damit verbundene und drohende Wegfall zahlreicher Arbeits- und Ausbildungsplätze, der erneut anstehende Wechsel an der Spitze der örtlichen Arbeitsagentur und „die zum Teil fatalen Strukturdaten am Gelsenkirchener Arbeitsmarkt und im Kundenbestand von Arbeitsagentur und IAG“. All das erfordere aus CDU-Sicht eine solche Initiative. Die Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW solle aus erster Hand erfahren, welche Probleme Verwaltung und Politik sehen. Heinberg: „Ohne die Lage am Gelsenkirchener Arbeitsmarkt dramatisieren zu wollen, stelle ich fest: business as usual taugen nicht am GE-Arbeitsmarkt.“

Appell an Düsseldorf

Insbesondere in der Nachfolgefrage der Position im Vorsitz der Arbeitsagentur formuliert die CDU-Fraktion deutliche Erwartungen an die Verantwortlichen in Düsseldorf. Heinberg mahnt Kontinuität auf dieser Position an. „Wir brauchen eine Person, die Gelsenkirchen und die besonderen Herausforderungen unseres Arbeitsmarktes kennt. Wir brauchen jemanden, der aus dieser Stadt, mindestens aber aus der Region stammt. Wir brauchen jemanden, der mit großer Kompetenz und aller vertretbaren Fantasie das Zusammenspiel von AA und IAG beherrscht. Und wir brauchen jemanden, der das notwendige persönliche und fachliche Standing mitbringt, um im Bund und im Land ein akzeptierter und fundierter Anwalt der Lage der arbeitenden Menschen im Ruhrgebiet und aller Akteure am Arbeitsmarkt zu sein.“

Kommentare
13.06.2012
08:30
Aufgabenbereich der RA
von somjotien | #4

Zu den Kernaufgaben der Regionaldirektion zählen.
Im Innenverhältnis:

- Unterstützung der Agenturen für Arbeit bei der operativen Umsetzung beschäftigungswirksamer Maßnahmen
- Unterstützung der Zentrale
- Personalentwicklung
- Controlling
- Koordination der Pressearbeit und des Marketings der BA in NRW
- Erhebung und Aufbereitung von Daten der Arbeitsmarkt- und Geschäftsstatistik

Im Außenverhältnis:

- Zusammenarbeit mit der Landesregierung, den Landesministerien
- Zusammenarbeit mit den regionalen Organisationen des Wirtschafts- und Arbeitslebens
- Key Account Management Beratung und Unterstützung bei Neuansiedlungen
- Existenzgründungsberatung
- Koordination überregionaler Qualifizierungsprogramme
- Förderung von Wachstumsinitiativen, Beratung bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder

Ich finde, im Gegensatz zu Hein Berg, dass die BA niemanden mehr nach GE schicken sollte. Die Stelle des AA-Chefs GE bleibt unbesetzt. Ein s t a r k e s Mittel-Team macht das stattdessen.

13.06.2012
08:00
CDU fordert Spitzengespräch mit der Arbeitsagentur
von Connor.in.GE | #3

Das Problem liegt am Strukturwandel, immer noch! Gelsenkirchen hat ihn verschlafen und schläft immer noch. Mehr als Betroffenheit kommt von der SPD nicht. Und seien wir mal ehrlich, Stadt Gelsenkirchen und SPD ist doch ein un das selbe!
Was hier fehlt ist eine proaktive Wirtschaftspolitik, die nach neuen Unternehmen und Ideen Ausschau halten muss! Die Wirtschaftsförderung Gelsenkirchens ist ein Witz, da sie weder von den Verantwortlichen der Wirtschaftsförderung, noch bei der SPD, geschweige denn beim OB Baranowski mit Kreativität angegangen wird. Man hofft auf die Unternehmen, die von selbst nach GE kommen.

Das Problem in Gelsenkirchen ist kein Vermittlungsproblem sondern ein Mangel an Arbeitsplätzen! Daher muss man auch mit mehr persönlichem Engagement seitens Baranowskis die Sache angehen. Nur der Grußaugust sein und die soziale Stadt ausrufen wird Gelsenkirchen nicht mehr weiterhelfen!

12.06.2012
21:03
CDU fordert Spitzengespräch mit der Arbeitsagentur
von tagesschau | #2

Was soll denn dieses sog. "Spitzengespräch" konkret bringen?
Dadurch wird den Betroffenen nicht geholfen. Das kostet nur Zeit und Geld - weiter nichts.

Es ist nur eine bekannte Art, sich "ins Gespräch" bringen zu wollen ..

12.06.2012
19:20
CDU fordert Spitzengespräch mit der Arbeitsagentur
von mkoerber | #1

Auch ein neuer Chef kann dem Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen nicht "auf die Sprünge" helfen. Hier entlarvt sich jahrelange Fehlentwicklung und Ignoranz. Seit mehreren Jahrzehnten bietet Gelsenkirchen kaum Perspektiven. Es wird weiter Klientel-Politik für Arbeitslose betrieben. Das wird dann als soziale Stadt kaschiert und hilft weder den Arbeitssuchenden noch der Stadt.

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CDU fordert Spitzengespräch mit der Arbeitsagentur
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http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/cdu-fordert-spitzengespraech-mit-der-arbeitsagentur-id6756975.html
2012-06-12 12:00
Heinberg, CDU-Franktion, Gelsenkirchen, Arbeitsmarkt, Politik
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