„Caterer sind im Vergleich auch nicht viel günstiger“

Über 160 000 BKT (das Kürzel steht für „Beköstigungstag“) wurden 2014 im Marienhospital gezählt, Küchenchef Sven Clasvogt rechnet mit einem Wareneinsatz von bis „zu 160 Tonnen allein für unsere Patienten“. Auf 135 000 BKT kommt das Hospital in Buer.

Mit einem eigenen Aufzug für die Ver- und Entsorgung landen die Speisen-Wagen auf den Stationen. Abgetrennt von den Kochbereichen wird das Geschirr gesäubert. Die Bandspülmaschine sorgt mit einer Laufzeit von mindestens fünf Minuten bei über 75 Grad für die thermische Desinfektion.

Flexibilität vor Ort, auch auf individuelle Sonderwünsche leichter reagieren zu können, zeichnet für Küchenleiter Dieter Kluttig die Essensbereitung in der eigenen Krankenhausküche aus. Caterer, glauben beide Köche, seien im Vergleich „auch nicht viel günstiger“ als die hauseigenen Betriebe. Warum sich dann immer mehr Kliniken wie jetzt auch das Bergmannsheil in Buer mit der Kinder- und Jugendklinik sowie der Rehaklinik Berger See von der Gemeinschaftsküche verabschieden, hat aus ihrer sicht andere Gründe: „Eine Zentralküche zum Beispiel neu einzurichten, kostet acht bis zwölf Millionen Euro. Nutzt man die Fläche anders für medizinische Dienstleistung, bringt das mehr Geld ein.“