Buschmann (FDP) drin, Meckelburg (CDU) draußen
28.09.2009 | 18:54 Uhr 2009-09-28T18:54:00+0200Gelsenkirchens Liberale stellen den ersten Abgeordneten für Berlin. Ein altgedienter CDU-Parlamentarier muss seinen Bundestagssitz nach 19 Jahren räumen. Joachim Poß erzielt für die SPD das beste Ergebnis im Bund.
Dank des überragenden Wahlergebnisses der FDP zieht der Gelsenkirchener Liberale Marco Buschmann in den Bundestag ein. Der 31-Jährige ist damit der erste Gelsenkirchener Liberale überhaupt, der im Bundes- oder Landtag vertreten ist.
Um 3.45 Uhr erhielt Buschmann zu Hause telefonisch die frohe Botschaft aus Berlin vom Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, dass er es über die Liste nach Berlin geschafft hat. Der Bitte, noch am Montag an der ersten Sitzung der neuen Fraktion teilzunehmen, konnte der in einer großen Düsseldorfer Kanzlei tätige Anwalt aus beruflichen Gründen nicht entsprechen.
Buschmann zog von Platz 20 als letztes Mitglied der NRW-Reserveliste der FDP in den Bundestag ein. Der Erler hatte sich bereits zum dritten Mal um ein Bundestagsmandat beworben. 2002 scheiterte er deutlich, 2005 nur knapp.
„Dass es für Schwarz-Gelb ohne Überhangmandate gereicht hat, freut mich, dass Merkel als Kanzlerin weiter machen kann, freut mich auch”, dass er künftig nicht mehr zum Berliner Politik-Betrieb gehören wird, freut ihn allerdings nicht: Wolfgang Meckelburg verlor Sonntag sein Bundestagsmandat für die CDU – obwohl er über die Landesliste diesmal eigentlich um acht Plätze besser abgesichert war als 2005. Doch die „Parteienlandschaft wurde kräftig durcheinandergewirbelt”, konstatiert Meckelburg. Und er selbst wurde zum Opfer des Wandels.
Schwacher Trost für die Gelsenkirchener SPD nach dem Bundes-Debakel ist das Rekordergebnis für Joachim Poß: Seine 54,3 % bei den Erststimmen ist bundesweit der beste. Und das SPD-Stadtergebnis ist das beste aller kreisfreien Städte. Poß und OB Baranowski führen das auf die gute Mobilisierung und den Schwung aus der Ratswahl zurück. „Das ändert nichts an der schweren Niederlage”, so Baranowski. Der Sprecher der Ruhr-SPD glaubt aber nicht, dass das „rote” Gelsenkirchen und das Revier in Zeiten schwarz-gelber Landes- und Bundesregierung isoliert werden.
21:14
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20:45
Was macht Meckelburg jetzt, hat er Zukunftsängste!!! Hoffentlich muß er nicht nach Hartz IV!!!