Am Ende der Woche

Bürgerwehren schaffen nur Probleme

Es kommentiert: Friedhelm Pothoff.
Es kommentiert: Friedhelm Pothoff.
Foto: WAZ

Die Sicherheitslage in Gelsenkirchen war das große Thema in dieser Woche.

Gelsenkirchen.. Die Sicherheitslage in der Stadt war das Thema in dieser Woche. Und selbst wenn Verwaltung, Teile der Politik und die Polizei das nicht sehr gerne hören oder hier lesen: Es gibt sie, die Zonen mit begrenztem Wohlfühlfaktor zu bestimmten Uhrzeiten. Das abzuschwächen oder gar auszuklammern, hilft nicht weiter.

Die politische Debatte, wie sie in dieser Woche geführt wurde, war wenig zielführend für die Bürger. Sie wirkte eher wie das Zementieren von Positionen. Wer Recht hat? Das ist eine Frage der Betrachtung. Sieht man das reine Zahlenwerk im Haushalt, dann liegt die CDU mit ihrer Feststellung nicht falsch. Die Ortsunion fordert einen deutlichen Ausbau des Kommunalen Ordnungsdienstes im Sinne der Sicherheit und moniert etwa eine Reduzierung der Streifendienststunden des 2014 eingerichteten Teams EU-Ost/Sonderaufgaben von 3520 auf 2640 Stunden.

Mehr wahrnehmbare Polizeistreifen wären gut

Hier wird aber auch Parteipolitik deutlich. Denn Dezernent Christopher Schmitt berichtet jedem, der ihn fragt, dass die Zahl der KOD-Dienststunden sich durch den neuen Ansatz nicht verändert hat und es einen Unterschied zwischen Dienst- und Streifenstunden gibt. Er, wie Oberbürgermeister Baranowski auch, halten ausdrücklich fest, dass es sich um eine Berechnungsgröße handelt, die sich an den geleisteten Stunden des Vorjahres orientiert. Sie sei in einem dynamischen Prozess jederzeit veränderbar, nach oben.

Am Ende aber bleibt unser subjektives Gefühl, und um das geht es. Mehr wahrnehmbarer Streifendienst in Problemquartieren, ob durch Polizei oder KOD, täte dem sicherlich gut. Was dagegen nur für mehr Probleme sorgen würde: Patrouillen nicht ausgebildeter Bürger, die es ja vielleicht gut meinen, aber dieser Aufgabe nie im Leben gewachsen sind.

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