Breites Zusammenspiel für mehr Leben in der Feldmark

Ein Fest feierten die Bewohner des Stadtteils Feldmark auf dem Schillerplatz in Gelsenkirchen. Allerdings hatten alle Beteiligten mit regnerischem Wetter zu kämpfen.
Ein Fest feierten die Bewohner des Stadtteils Feldmark auf dem Schillerplatz in Gelsenkirchen. Allerdings hatten alle Beteiligten mit regnerischem Wetter zu kämpfen.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Tanz, Texte, Spiele, Country und Blues: Der Runde Tisch Feldmark lud zum zweiten Stadtteilfest auf den Schillerplatz ein.

Gelsenkirchen.. Ein buntes Programm wurde am Samstag beim Stadtteilfest Feldmark geboten. Die Bürgerinitiative „Runder Tisch“ hatte auf den Schillerplatz eingeladen. Ehrenamtliche sorgten für Speis und Trank und halfen bei der Organisation der Feier mit. Gerade für die Kleinen bot sich eine Menge. Neben Seilspringen gab es eine Hüpfburg, einen Strickwettbewerb der „Strick-Guerilla“, die sich regelmäßig trifft, um ihrem Hobby zu frönen, und auch die Freiwillige Feuerwehr war mitsamt Löschzug vor Ort, um Kindern zu zeigen, wie man Feuer löscht.

Als die „Tanzmäuse“ am Nachmittag auftraten, klarte endlich der trübe Himmel auf. Ihre rosa T-Shirts mit Aufschriften wie „Sunny Days“ und „Hello Sunshine“ hatten wohl doch noch die Sonne herausgelockt. Die Kinder dankten es mit gekonnten Einlagen. „Wir trainieren einmal in der Woche im Lutherhaus“, erklärte dazu Gitti, die Leiterin der Tanzgruppe an der evangelischen Kreuzkirche. Und die sechsjährige Sophia neben ihr ergänzte: „Mir macht es Spaß, mit meinen Freundinnen zu tanzen.“ Seit drei Jahren ist sie schon dabei.

Durch das Fest soll ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen

Die Poetry-Slammer Nicola Reß und Leonid Safir sorgten ebenfalls für Kurzweil. Während der 18-Jährige sehr ernste und nachdenkliche Texte vortrug, favorisierte Nicole lyrische Werke zu Themen wie Perfektionismus, Liebe und Kindheit. Am Abend sorgte der in Gelsenkirchen lebende Schweizer Andreas Hägler für Stimmung. Zuerst spielte er mit Rolf Jüngst Coversongs und anschließend mit Rüdiger Jacksteit Country und Blues sowie Oldies.

„Toll, dass so viel Engagement gezeigt wird. Ich habe hier viele Mütter wieder getroffen, die ich durch meine Tochter aus dem Kindergarten kenne“, erzählt Maren Wotschke. Und Nicole Majewski, die direkt nebenan wohnt, fügt hinzu: „Das Fest ist liebevoll gemacht, gerade für Kinder.“ Josef Ciesielski vom Generationsnetz „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ steht voll dahinter, was im Stadtteil gemacht wird. „Ich motiviere gerne Menschen, Ehrenämter zu übernehmen. Man hat jede Menge Spaß dabei und lernt so neue Leute kennen.“ Noch mehr generationsübergreifende Veranstaltungen wünscht er sich daher.

Und Andreas Förster, einer der Helfer, sagt: „Durch das Fest soll ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen, die Anonymität verloren gehen. Helfer sind willkommen. Wer interessiert ist, soll einfach mal vorbeischauen.“ Die Bürgerinitiative „Runder Tisch“ trifft sich jeden letzten Donnerstag im Monat um 19 Uhr in der Gaststätte „Schillerhütte“ am Schillerplatz – außer an Feiertagen und in den Ferien.