Blumen für Marion Thielert

Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Loni Essmajor (CDU) leitete die erste Sitzung der Bezirksvertretung Mitte im Jahr 2015. Jedenfalls zu Beginn und bis der Tagesordnungspunkt Null, der am Mittwoch nachträglich aufgenommen wurde, vorüber war. Dahinter verbarg sich nichts anderes als die Neuwahl des Bezirksbürgermeisters, nachdem Detlev Preuß (SPD) nach zehn Jahren im Amt von dieser Position (die WAZ berichtete) zurückgetreten war.

Das Vorschlagsrecht lag bei den Genossen, die – längst bekannt – Marion Thielert (66) in den Ring schicken. Einen Gegenkandidaten gab es nicht, entsprechend geräuscharm vollzog sich der Wechsel im Bezirk Mitte. Die Verordneten wählten Thielert mit großer Mehrheit zur neuen Bezirksbürgermeisterin. 16 der 18 abgegeben Stimmen vereinigte die 66-jährige Sozialdemokratin auf sich. Eine respektable Stütze für eine Amtszeit, die bis zum Jahr 2020 reichen wird. Thielert begann ihre Antrittsrede mit einem Zitat des Sängers Xavier Naidoo, das für ihr Engagement in den kommenden Jahren stehen soll: „Bitte hör nicht auf zu träumen von einer besseren Welt.“

Gab es Blumensträuße zum Einstand für die neue Bezirksbürgermeisterin, durfte sich auch Detlev Preuß über einige zum Abschied freuen. Im Ortsverein werde er aktiv bleiben, versprach er, und damit nicht ganz von der politischen Bildfläche verschwinden.