Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 15°C
7000 Fans

Blind Date mit der schönen Schweizerin Stefanie Heinzmann in Gelsenkirchen

03.06.2012 | 18:20 Uhr
Als Gewinner des Wettbewerbs für Newcomer-Bands trat die Gelsenkirchener Gruppe One am Samstag beim Open-Air-Festival Blind Date auf der Wiese am Taubenhaus auf. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Die Macher des Blind Dates haben im Vorfeld eisern geschwiegen. Wer das Abschlusskonzert des dreitägigen Festivals bestreitet, wurde erst vor dem Auftritt gelüftet. Soulsängerin Stefanie Heinzmann und Band machten den Platz am Busbahnhof in Buer am rappelvoll. Das Format „ist einmalig in Deutschland“.

Die Spatzen pfiffen schon von den Dächern, was den Verwandten am Taubenhaus musikalisch blüht, doch die Macher des Blind Dates schwiegen eisern weiter. Das Geheimnis, wer das Abschlusskonzert des dreitägigen Festivals bestreitet, wurde erst vor dem Auftritt gelüftet. Der Verabredung mit der Unbekannten folgte kein böses Erwachen: Soulsängerin Stefanie Heinzmann und Band machten den Platz am Busbahnhof in Buer am Samstagabend rappelvoll. Es soll enttäuschendere Dates gegeben haben.

Vor Heinzmann feierten „One“, die sich am Freitag im Nachwuchswettbewerb gegen fünf Konkurrenten durchgesetzt hatten, als Vorband ihren Auftritt. „Das Gelände ist für 8 000 Gäste ausgelegt, und viel Platz ist nicht mehr“, so Emschertainment-Geschäftsführer Helmut Hasenkox, sichtlich erfreut über den Zuspruch am letzten und wettermäßig besten Festivaltag: „Das Blind Date-Konzept funktioniert und wird vom Publikum gut angenommen.“

Deutschlandweit einmaliges Konzept

Zur Erinnerung: Bei dem Festival geben die Veranstalter nur Häppchenweise Tipps, wer Hauptact ist. Manfred Mann´s Earthband, Comedian Matze Knop und Luxuslärm präsentierten die Blind Date-Macher auf diese Weise bereits in Buer. „Das ist einmalig in Deutschland.“ Die Geheimniskrämerei war bei der dritten Auflage nicht zu dick aufgetragen. Als Musiker mit internationalem Format angekündigt, ließen Heinzmann und ihre Band FonkyFonks den Vorschusslorbeeren Taten folgen. Sechs exzellente Musiker, zwei stimmgewaltige Backgroundsängerinnen und vorneweg die quirlige Schweizerin, sorgten für gute Laune. Mit ihrer Musik spricht die 23-Jährige, die im Jahr 2007 von Stefan Raab entdeckt wurde, ein großes Publikum an: Vom pogenden Metall-Fan bis zum gediegenen älteren Ehepaar reichte die Bandbreite.

Sechs Bands traten beim Contest an

Spätestens bei ihrem Hit „My man is a mean man“ kamen auch die letzten Skeptiker in Schwung. Selbst die Tauben wagten einen Blick auf das Treiben vor ihrem Wohnzimmer. Backstage lief es ähnlich harmonisch. „Keine Starallüren, ganz angenehme Menschen“, lobte Hasenkox. Gute Vorbilder also.

Stefanie Heinzmann

Zum Beispiel für One, die beim Band-Contest am Freitag das Publikum überzeugten, als Vorband beim Abschlusskonzert auftreten zu dürfen. Jeweils 20 Minuten zeigten Chaos in the order, Kryptonite, Peeq, Resoval, Little dead boy und eben One ihr Können. Vorgabe war, ausschließlich unplugged, also ohne elektronische Hilfe, zu spielen. Am Ende entschied die Lautstärke der Fans über den Sieg. Mit 110 Dezibel ging der an One, den Jury-Preis holten Peeq. „Das Niveau war bei allen Bands erstaunlich hoch, gerade bei den Jüngeren waren die Fähigkeiten sehr ausgeprägt“, so Jury-Präsident Frank Müller. „Peeq waren meiner Meinung nach die musikalisch beste Band, One hat dazu den unschätzbaren Vorteil, sich präsentieren zu können.“ Davon durften sich 7000 Menschen überzeugen. Bei soviel Trubel ließen die Fans Gnade vor Recht ergehen als sich Sänger Andy Jahn mit „Los jetzt Essen“ geografisch vergriffen hatte. Donnerstag startete das Festival. 400 Besucher, die starkem Regen trotzten, wurden entschädigt. Die Neue Philharmonie Westfalen spielte bei „MiR goes Film“ bekannte Leinwand-Melodien.

Von Patrick Schleu



Kommentare
Aus dem Ressort
Mutter soll vom Missbrauch an Madeleine W. gewusst haben
Mordprozess
Am vierten Prozesstag zum Mord an der 23-jährigen Madeleine W. wurde das Leben der jungen Mutter in den letzten Monaten vor ihrem Tod beleuchtet. Sie flüchtete vor ihrem Stiefvater, der sie sexuell missbrauchte. Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes sagte aus, die Mutter haben vom Missbrauch gewusst.
Schicksale in Buchform
Feldpost
Feldpost galt als Lebenszeichen. Der Historiker Dr. Daniel Schmidt hat Gelsenkirchener Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg ausgewertet und in dem Buch „ Bin noch gesund und munter“ veröffentlicht. Leser können die Heimatgeschichte aus den Jahren 1914 bis 1918 aus persönlichen Perspektiven erleben.
Vermerk in der Personalakte muss gestrichen werden
Arbeitsgericht
Der Gelsenkirchener Bergmann Christian Link hatte gegen die Abmahnung der Bergbauspezialfirma Deilmann-Haniel geklagt – und gewann vor dem Arbeitsgericht Dortmund.
Von Gelsenkirchen-Bismarck in die weite Welt
Wirtschaft
Der Neubau der „Blech und Profilstahl GmbH“, kurz Bepro, schafft zehn neue Arbeitsplätze und soll zum weiteren Wachsen des Unternehmens beitragen. Lagerhalle und neues Bürogebäude auf dem Consolgelände wurden nun eingeweiht. Die Stahlerzeugnisse gehen bis nach Taiwan, Singapur und Südkorea.
Bergmannsheil schult Traumateam mit einem Simulationstraining
Medizin
Mit einem Schockraum-Simulationstraining schulte das Bergmannsheil Buer alle 50 Mitarbeiter des Traumateams aus Medizin und Pflege. Ziel: Routinen zu überprüfen und die Teams mit besonderen Stresssituationen vertraut zu machen, im Dienste der Patientensicherheit.
Umfrage

Im Essener Folkwang-Museum denkt man derzeit über freien Eintritt für die Besucher nach - zumindest samstags. Im Gelsenkirchener Kunstmuseum gilt schon längst an allen Tagen: Eintritt frei. Auch ins Horster Schloss kommt man für wenige Euro in die sehenswerte historische Schau. Was meinen Sie, sollte der Eintritt zu Museen generell frei sein?

 
Fotos und Videos
Der Südosten ist bunt
Bildgalerie
Stadtteilfest
Gigantisches Oktoberfest auf Schalke
Bildgalerie
Oktoberfest
Gelsenkirchen-Buer von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Gelsenkirchen von oben
Bildgalerie
Aus der Luft