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WAZ öffnet Pforten: Zoom...

Bio-Stunde zur Safari

03.08.2010 | 18:36 Uhr
Bio-Stunde zur Safari
Zwieback fürs Trampeltier: Die WAZ - Lokalredaktion öffnete am Dienstag rund zwanzig Lesern die Pforten der Zoom Erlebniswelt Asien. Dabei durfte Nico (4) die Tiere füttern. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool /

Gelsenkirchen.Für 20 WAZ-Leser öffneten sich sämtliche Türen Asiens in der Zoom-Erlebniswelt. Hinter den Kulissen gab es viel zu entdecken.

Ein asiatisches Sprichwort sagt: „Wende dich der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.“

Genau das taten die Teilnehmer der „WAZ öffnet Pforten“-Aktion Dienstag in der Zoom-Erlebniswelt. Begleitet von viel Sonnenschein nahm Diplom-Biologin Sabine Haas die Leser mit auf eine Expedition durch die fremde Welt Asiens - inklusive eines Blicks hinter die Kulissen.

So zogen die 20 Teilnehmer los, um die unbekannte Flora und Fauna zu erkunden. Natürlich waren auch Schubbi und seine Orang-Utan-Damen nicht weit. „Die habe ich mir aber größer vorgestellt“, sagte eine Frau, die die Asien-Welt gestern zum ersten Mal besuchte.

Weiter ging es zum Gehege des kleinen Pandas. „Die Dame ist leider im Moment im Tierkrankenhaus“, sagte Haas. Betrübte Mienen - vor allem bei den Kleinsten. Dafür gab’s jedoch ein paar nette Zwischenmieter: die Otter. Faul lagen sie in einem Holzkasten und schlummerten.

Gut, dass gleich nebenan die frechen Hulman-Affen um ihr Männchen Heinz-Stephan zu finden waren. Leider dürfen diese nicht mehr aufs Außengehege. „Die versuchen immer über die Bäume zu entwischen. Da ist es dann nicht weit und sie sitzen auf der Restaurantterrasse. Und wer will schon plötzlich neben einem Affen essen?“, erklärte Haas.

Apropos Essen: Weiter ging’s zur nächsten Station. Diese führte die Truppe nun auch an einen Ort, den sonst nicht jeder zu sehen bekommt. „Jetzt gucken wir, wo das Futter für die Menschen gemacht wird“, sagte Haas. So ging es ab in die Großküche der Restaurants Pangung und Ryokan. Begrüßt wurden sie von Chefkoch Dirk Seemann persönlich. Neben ihm sorgen weitere Köche, Azubis und Aushilfen dafür, dass auch die Besucher gut versorgt werden. In der 250 Quadratmeter großen Küche werden am Wochenende bis zu 700 Essen zubereitet. „Der größte Topf bei uns fasst 80 Liter“, sagte er und verriet, dass er selbst am liebsten Mutters Gulasch isst.

Nachdem für jeden noch eine kleine Erfrischung spendiert wurde, ging es weiter in die Tropenhalle. Auch hier durften die Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen. Gemeinsam mit Techniker Mirko Sprenger ging es hinauf auf’s Dach. Hier stand die tropische Luft noch viel extremer als unten in der Halle. Geduldig beantwortete Sprenger alle Fragen zur Technik der Lüftungsanlage, die dafür sorgt, dass ein Klima wie in den Tropen entsteht. Trotz spannender, etwas komplexer Infos waren alle froh, als sie wieder unten und in normalen Luftverhältnissen ankamen.

Nachdem jeder einmal Flughunde, Vögel und die vielen Pflanzen der Tropenhalle beobachtet hatte, fanden sich alle zur Führung hinter dem Affengehege ein. Wobei man immer schauen musste, dass die Gruppe sich nicht verlor - beim nächsten Mal gibt’s rote WAZ-Kappen, wie früher im Kindergarten.

In der Tierküche erfuhren die Leser, dass auch die Affen gerne schnuckern. „Süße Feigen eignen sich sehr gut zur Bestechung der Affen“, so Haas grinsend.

Besonderes Highlight der Führung: die Trampeltier-Fütterung mit lecker Zwieback. Etwas abseits stand jedoch Marianne Kramer. Die tiergerechte und schöne Landschaft des Zooms gefiel ihr zwar, aber „es ist ja doch eine Gefangenschaft“.

Nach der Führung machten sich dann alle noch auf zu einer eigenen Expedition durch die Zoom-Welten.

Melanie Meyer

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