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AUSSTELLUNG

Bilder und Skulpturen mit Vorbedacht

04.11.2011 | 18:10 Uhr
Bilder und Skulpturen mit Vorbedacht
Bei den Keramik-Skulpturen von Mieke de Groot (Vordergrund) kommt es vor allem auf die Oberflächenstruktur an, bei den Bildern von Henk Metselaar auf die Geschichten, die er damit erzählt. Foto: Jan Dinter

Gelsenkirchen.  Das niederländische Künstlerehepaar Mieke de Groot und Henk Metselaar stellt in der Galerie Idelmann ungewöhnliche Werke vor.

In dieser Ausstellung wird viel um die Ecke gedacht: Die Galerie Idelmann präsentiert ab Samstag, 5. November, Werke des niederländischen Künstlerpaares Mieke de Groot und Henk Metselaar. Eröffnet wird die Ausstellung um 17 Uhr.

„Mit Vorbedacht“ ist die Werkschau an der Cranger Straße 36 übertitelt, und Galeristin Jutta Idelmann erklärt, was es mit diesem Stichwort auf sich hat: „Die Werke beider Künstler eint, dass sie nicht spontan und ungeplant entstehen, sondern vorher bis ins kleinste Detail durchgeplant und berechnet wurden.“

„Fallen und Aufstehen“

Das sieht man der Malerei von Henk Metselaar und den Skulpturen von Mieke de Groot auch auf den ersten Blick schon an: Metselaar zeigt in der Galerie Auszüge aus seinem Bilderzyklus „Vallen & Opstaan“, was übersetzt heißt „Fallen und Aufstehen“. „Insgesamt ist dieser Zyklus so angelegt, dass er 24 Bilder umfasst und einen Bogen spannt von der Entstehung der Welt bis zum Weltuntergang“, erklärt der Künstler. „11 der Bilder davon sind bis jetzt fertig“, sagt er dann.

Dabei wirken diese Werke wie mehrere Bilder, die auf einer Leinwand übereinander geschichtet wurden: Je öfter man sie ansieht, um so mehr Details entdeckt man. Seemannsbräute treffen da auf Hochstapler, nackte Frauen auf Tierkadaver und grellbunte Putzmittel.

Gemälde wird zur Bühne

„Henk Metselaar komponiert die Bilder immer nach ganz strengen Regeln“, verrät Jutta Idelmann und verweist auf Beispiele wie die 12 Lampen, die in jedem Bild erscheinen und von denen immer eine brennt. Auf die Tiere, die durch die Bilder schweben. Und auf den Theatervorhang, der jedes Werk säumt. So wird jedes Gemälde zur Bühne, doch der Blick darauf wird von einer transparenten Wand gestört.

Mieke de Groots Keramikwerke bilden dazu einen starken Kontrast. Hier sind es vor allem die interessanten Oberflächenstrukturen, die diese Plastiken zu Hinguckern machen. Geriffelt oder mit Waben versehen, sind diese Skulpturen oft in sich gedreht oder laden zum Blick in ihr Innerstes ein. Sie hängen oder stehen im Raum. Zu sehen ist die interessante Kombination bis zum 18. Dezember jeweils mittwochs bis samstags von 11 bis 19 Uhr nach Vereinbarung unter  59 59 05.

Anne Bolsmann

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