Betrunkener brüllt Nazi-Parolen und attackiert Nachbarn mit Messer

Die Polizei musste den stark alkoholisierten Mann mit Handschellen abführen.
Die Polizei musste den stark alkoholisierten Mann mit Handschellen abführen.
Foto: Lars Heidrich
Ein 34-Jähriger hat in Gelsenkirchen die Tür seiner Nachbarn eingetreten, sie mit Billardqueue und Messer attackiert und fremdenfeindliche Parolen gebrüllt.

Gelsenkirchen.. Eine fremdenfeindliche Attacke gab es am Freitagabend gegen 21 Uhr auf eine Familie in Schalke-Nord: Dabei trat ein 34-jähriger Gelsenkirchener im Beisein von zwei weiteren Personen (41-jähriger Mann, 42-jährige Frau, ebenfalls beide aus Gelsenkirchen) die Wohnungstür eines Nachbarn, der mit seiner dreiköpfige Familie auf der Uechtingstraße im Stadtteil Schalke-Nord lebt, ein und versuchte die Wohnungsinhaber mit einem Billardqueue und einem Küchenmesser zu verletzen.

Hitlergruß und "Fucking Ausländer"

Hierbei zeigte der 34-Jährige den Hitlergruß, schrie dabei laut Polizei „SS SA Germania“ und beleidigte die Wohnungsinhaber unter anderem als „Fucking Ausländer“. Die beiden Mittäter beleidigten die Familie ebenfalls mit rechtsradikalen Parolen.

Die Polizei konnte den 34-Jährigen im Hausflur antreffen. Zwar versuchte der, die Beamten zur Seite zu drücken und zu fliehen. Er konnte jedoch fixiert und festgenommen werden. Dabei beleidigte er auch die Beamten. Da er erheblich unter Alkoholeinfluss stand, wurde ihm zur Feststellung der Schuldfähigkeit eine Blutprobe entnommen.

Nach Ausnüchterung wieder entlassen

Der 34-Jährige ist laut Polizei bereits in der Vergangenheit einschlägig durch Gewaltdelikte in Erscheinung getreten und verbüßte bereits eine eineinhalbjährige Freiheitsstrafe. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde er nach Ausnüchterung aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Die beiden Mittäter wurden wegen ihres aggressiven Verhaltens ebenfalls zur Verhinderung weiterer Straftaten vorübergehend festgenommen. Die Drei erwartet nun ein Strafverfahren, unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung, Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Polizeibeamte.