Bei Frauenerwerbsquote gehört NRW zu den Schlusslichtern

Frauen im Beruf: Da liegen Ruhrgebietsstädte wie Gelsenkirchen (39,7 Prozent) und Herne (40,7 Prozent) am unteren Ende der Statistik.
Frauen im Beruf: Da liegen Ruhrgebietsstädte wie Gelsenkirchen (39,7 Prozent) und Herne (40,7 Prozent) am unteren Ende der Statistik.
Foto: Patrick Pleul/dpa
Was wir bereits wissen
Nur 47,5 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter haben in NRW einen sozialversicherungspflichtigen Job. Besonders wenige sind es im Ruhrgebiet.

Gütersloh.. Weniger als die Hälfte der Frauen im erwerbsfähigen Alter geht in Nordrhein-Westfalen einem sozialversicherungspflichtigen Job nach. Mit einer Frauenbeschäftigungsquote von 47,5 Prozent gehört das Bundesland damit gemeinsam mit dem Saarland (47,2 Prozent) bundesweit zu den Schlusslichtern. Die Nase vorn hat Sachsen (58,5 Prozent). Das geht aus einer Studie hervor, die die Bertelsmann-Stiftung am Mittwoch veröffentlicht hat.

Wenngleich immer mehr Frauen berufstätig sind, offenbart die Studie große regionale Unterschiede - insbesondere zwischen alten und neuen Bundesländern. Im Osten Deutschlands sind 57,9 Prozent der Frauen beschäftigt, im Westen durchschnittlich 50,9 Prozent.

Ruhrgebietsstädte am unteren Ende

Auch innerhalb Nordrhein-Westfalens zeigt sich ein uneinheitliches Bild: So liegen Ruhrgebietsstädte wie Gelsenkirchen (39,7 Prozent) und Herne (40,7 Prozent) am unteren Ende.

Rente Mit Werten unter 45 Prozent sieht es in den meisten Kommunen an der Ruhr nicht viel besser aus, ebenso in den Kreisen Heinsberg und Krefeld und Kleve sowie der Städteregion Aachen.

Im Gegensatz dazu gehen im Kreis Herford 55 Prozent der Frauen einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach - ein Spitzenwert für NRW. Auch in den Kreisen Minden-Lübbecke, Gütersloh, Mettmann, Lippe und im Rheinisch-Bergischen Kreis liegen die Werte leicht über dem Bundesdurchschnitt von 51,8 Prozent. (dpa)