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BAföG: Das Geld fließt ohne große Wartepause

13.03.2012 | 18:14 Uhr

Gelsenkirchen. In NRW werden Hunderte BAföG-Anträge nicht bearbeitet, weil die Studentenwerke überlastet sind. Seit bis zu sechs Monaten warten Studenten schon auf ihr Geld vom Staat, können ihre Ausgaben nicht decken. Nicht so in Gelsenkirchen. An der Westfälischen Hochschule sind dem AStA (Allgemeiner Studierenden Ausschuss) keine konkreten Fällen von verzögerten Zahlungen bekannt.

„Bei mir waren keine Studenten in der Beratung mit BAföG-Problemen“, sagt Rocco Evangelista (22) vom Referat Soziales und Integration. Überhaupt sei er auf die Problematik erst durch die Nachrichten aufmerksam geworden, nicht etwa durch Gespräche an der Hochschule. „Ich kann nur das bewerten, was ich hier höre“, so Evangelista.

Im letzten Jahr allerdings habe es in Sachen BAföG anders ausgesehen. „Da hatten wir ein Problem mit der Bearbeitung der Anträge, weil es beim Akafö in Bochum einen längeren Krankheitsfall gab. Es gab Leute, die vier bis fünf Monate auf ihr Geld warten mussten.“ Das Akafö (Akademisches Förderungswerk) ist für die Bearbeitung der BAföG-Anträge an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen zuständig.

Im Normalfall liegt die Bearbeitungszeit bei drei Monaten. „Das ist auch nicht optimal“, sagt Rocco Evangelista. „Aber das ist in Deutschland überall gleich.“ Im Normalfall, wohlgemerkt. Evangelista kann Studierenden nur empfehlen, die Anträge rechtzeitig abzugeben, auch solche, die die fortgesetzte Förderung betreffen. „Sonst kann es auch bei Weiterbeantragungen zu Wartezeiten kommen. Ich selber musste auch mal einen Monat warten“, sagt Evangelista.

Tobias Mühlenschulte



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