Auf Kohle gebettet
21.09.2008 | 19:56 Uhr 2008-09-21T19:56:00+0200
Von Patrick Schleu „Hurra! Hurra! Die Schalker, die sind da” - die „Poesie”, mit der die königsblauen Schlachtenbummler auf Auswärtsfahrten gehen, kennt kaum Grenzen. Nun ist der Schalker Tross in Bismarck angekommen.
Das Fanprojekt hat im Schatten des ausgedienten Förderturms der Zeche Consolidation seine neue Heimat gefunden. Jetzt nicht nur die Fans der Knappen sanft auf Kohle gebettet. Das Angebot hat sich nämlich mit dem Umzug „auf Consol” ausgedehnt. Das neue Konzept wurde am Samstag beim „Consol Sports Day”, zu dem neben dem Schalker Fanprojekt auch die Stadt und Gelsensport eingeladen hatten, vorgestellt. „Wir bieten die ganze Woche über ein abwechslungreiches Programm und wollen damit Jugendliche aus dem Stadtteil ansprechen”, so Patrick Arnold, der das Fanprojekt seit über einem Jahr leitet. Die Räumlichkeiten im Tribünengebäude der Glückauf-Kampfbahn seien abgewirtschaftet gewesen. „Bei der Stadt haben wir dann nach Umzugsmöglichkeiten gefragt”, so Arnold. Mit dem Betreuerhaus an der Trendsportanlage Consol hätten sich die Verantwortlichen sofort anfreunden können. Und mit einem Beach-Volleyball-Feld, einer Skateanlage, einer Boule-Bahn, einem Fußball- und Basketballfeld (leider schon durch Vandalismus gezeichnet) bieten sich ideale Voraussetzungen. Zielsetzung der durch das Land, der Stadt und der Deutschen Fußball-Liga finanzierten Arbeit ist die Eindämmung von Gewalt sowie der Abbau extremistischer Orientierungen. Die Kernkompetenz des Mitarbeiterteams bleibt gemeinsam mit den Büroräumen an der Glückauf-Kampfbahn, im Zentrum der Schalker Tradition, beheimatet. „Der Ort hat sich vor Heimspielen als Treffpunkt für die Szene etabliert”, so der Fanprojektleiter. Gemeint sind damit vor allem die Gruppen „Ultras” und „Hools”. Von der Glückauf-Kampfbahn aus geht man gemeinsam zu den Spielen in der Arena. Allein aus Sicherheitsgründen wird's so bleiben. Die Busse der gegnerischen Fans werden vom Bahnhof aus, vorbei an der neuen Fanprojekt-Heimat, zum Stadion gelotst. Bereits seit 1994 agiert das Fanprojekt als Ansprechpartner für Fans. Patrick Arnold: „Wir sind deshalb bei allen Spielen, auch auswärts, vor Ort.” Unterstützt wird der hauptamtlich tätige Patrick Arnold von den Honorarkräften Markus Mau und Andreas Majewski. Das Team ist auch bei Behördengängen und Anwaltsterminen behilflich und vermittelt bei Konflikten mit der Polizei. Nun also auch in Bismarck.
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