„Atypische Beschäftigung wächst unaufhörlich“

Auf ihren grünen Handzetteln argumentieren die Streikenden mit Fakten. Da heißt es etwa: „Atypische Beschäftigung wächst unaufhörlich. Mittlerweile arbeiten mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland ohne regulären Job. Das Bundesarbeitsministerium hat bestätigt, dass 1993 noch 4,4 Millionen Arbeitnehmer atypisch beschäftigt waren und 2013 bereits 7,6 Millionen. Leider nehmen unsere verantwortlichen Politiker diese Entwicklung nicht wahr und bauen weiter Luftschlösser.“

Die Klagen der Politik über zunehmende Politikverdrossenheit der Bürger erklärt die Selbsthilfegruppe des Sozialpfarramts unter anderem mit der wachsenden Realitätsferne vieler Politiker. „Sie reden von Ingenieurmangel, vom Fachkräftemangel und von der Industrie 4.0 und werden nicht müde zu erwähnen, dass Vollbeschäftigung bald erreicht sei. Sie wollen jetzt bei den Arbeitsagenturen 17000 Stellen streichen, da das Problem Arbeitslosigkeit in Deutschland angeblich keins mehr sei.“ Nun ja, betroffene Gelsenkirchener wissen es ja wohl besser.

Die Hartz IV-Selbsthilfegruppe trifft sich übrigens jeden zweiten Donnerstag um 10 Uhr im Kreiskirchenamt, Pastoratstraße 10.