Arbeitsgericht trauert um Rudolf Mewes

Mitarbeiter im Arbeitsgericht Gelsenkirchen trauern um ihren langjährigen Direktor Rudolf Mewes, der am 23. Januar im Alter von 82 Jahren gestorben ist. Rudolf Mewes war ab März 1970 Richter am Arbeitsgericht, damals noch im Gebäude an der Ahstraße. Zum Direktor berufen wurde Mewes dann im Februar 1979. Er blieb in dieser Funktion bis zu seiner Pensionierung im Februar 1998. Täglich reiste Rudolf Mewes in seiner aktiven Dienstzeit von Meerbusch mit dem Zug an. Noch heute sind viele Mitarbeiter am Arbeitsgericht beschäftigt, die mit ihm zusammengearbeitet und ihn schätzen gelernt haben. Sie charakterisieren den Mann mit der markanten Stimme als aufrichtigen und geradlinigen Menschen, der immer den guten Kontakt zu den Beschäftigten pflegte. In Verhandlungen galt Mewes als kompromissbereit, versuchte, die Schärfe herauszunehmen, wurde von allen Prozessbeteiligten als Fachmann und weiser Ratgeber geschätzt. Dennoch konnte er auch eine knallharte Linie vertreten, wenn Kompromisse scheiterten. Man fetzte sich vor Gericht und setzte sich anschließend wieder beim Kaffee zusammen, beschreibt ein Mitarbeiter den Charakter seines ehemaligen Chefs. Am 11. Februar ist um 12 Uhr der Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle von Meerbusch-Osterath.