Apothekertipps gegen den Kater

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Tipps, wie man ohne Kater durch die fünfte Jahreszeit kommt, aus der Apotheke gibt Rainer Grummel, Sprecher der Gelsenkirchener Apothekerschaft. Denn wenn zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch auch in Gelsenkirchen die heiße Phase des närrischen Frohsinns tobt, suchen viele Patienten jeweils am Tag nach der großen Sause die nächste Apotheke vor Ort auf, um etwas gegen den dröhnenden Kopf zu bekommen.

„Dabei ist klar, dass man sich den dicken Kopf durch den Verzicht von alkoholischen Getränken ersparen könnte“, sagt Apotheker Rainer Grummel. Da dies in der Praxis für die meisten jedoch ebenso realitätsfern ist wie Kinderkarneval ohne Kostüm, gilt es, die Auswirkungen des Katers zumindest ein wenig abzumildern.

„Damit der Kater am nächsten Morgen nicht ganz so schlimm wird, sollte man vor der Feier ordentlich essen, beispielsweise eine Bratwurst, Pommes oder Pizza, die sonst nicht gerade auf den täglichen Speiseplan gehören“, empfiehlt Grummel. Das Fett verzögert die Aufnahme des Alkohols. Aber auch Kohlenhydrate dürfen nicht fehlen, etwa in Form eines Brötchens, denn durch den Alkohol sinkt der Blutzuckerspiegel. „Außerdem sollte man bei einer Alkoholsorte bleiben und zwischendurch viel Wasser trinken. Das gleicht den alkoholbedingten Flüssigkeitsverlust aus. Auch vor dem Schlafengehen rate ich dazu, nochmals tief ins alkoholfreie Glas zu schauen“, sagt Apotheker Grummel und empfiehlt die Einnahme von Mineralien wie Calcium und Magnesium in Form von aufgelösten Brausetabletten – am besten noch vor dem Schlafengehen.

Der Alkohol wirkt entwässernd: Es werden zu viel Flüssigkeit und Mineralstoffe ausgeschieden. Der Körper holt sich das notwendige Wasser auch aus dem Gehirn – wodurch wiederum Kopfschmerzen entstehen. Außerdem enthalten alkoholische Getränke auch Begleitstoffe, die in giftige Substanzen abgebaut werden. „Diese werden vom Körper von allein entsorgt, aber das dauert eben“, so Grummel.