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Wohnungseigentum

Annington verkauft einige Mehrfamilienhäuser

14.11.2012 | 06:00 Uhr
Die Deutsche Annington verkauft derzeit einen Teil ihres Wohnungsbestandes im Ruhrgebiet. Zum Kauf angeboten wird auch dieses Haus Im Mühlenfeld 15 in Gelsenkirchen-Bulmke.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Altbaubestand in der Straße Im Mühlenfeld in Gelsenkirchen-Bulmke. Siedlung gehörte früher zur Rheinischen Wohnstätten AG. Wohnungen für Mitarbeiter des Schalker Verein.

„Mehrfamilienhäuser zu verkaufen „steht in großen Lettern auf dem Hinweisschild. Es ist vor dem Haus Im Mühlenfeld 15 in Bulmke aufgestellt. Die Deutsche Annington will sich von einigen Objekten im Gelsenkirchener Bestand trennen. Die Häuser, um die es geht, haben eine traditionsreiche Vergangenheit und eigene Geschichten. In der Häusergruppe, alle mit großzügigen Hinterhöfen ausgestattet, wohnten einst fast nur Mitarbeiter des ehemaligen Schalker Vereins mit ihren Familien. Mit Koksöfen, die meistens in der Küche installiert waren, wurden die Wohnungen beheizt. Über winzige Fenster wurde der Koks, der auf dem Bürgersteig deponiert war, von den Mietern in die Keller befördert.

Damals gehörten die Häuser zum Bestand der Rheinischen Wohnstätten AG. Im Laufe der Jahrzehnte wechselten die Eigentümer, beziehungsweise änderten sich nur die Firmennamen.

Pflege des Bestandes

Zur Philosophie des Unternehmens gehört nicht nur die Pflege des Bestandes, sondern auch ein regelmäßiger Verkauf von Wohnungen. Etwa 200.000 Wohnungen besitzt die Deutsche Annington. Zwischen ein bis zwei Prozent des Bestandes gehen jährlich in den Verkauf. Im Haus werden die Veräußerungen eher als Randgeschäft gesehen. Bevorzugt sieht man bei Annington eigene Mieter und kleinere Kapitalanleger als Käufer. Das Kerngeschäft des Wohnungsunternehmens ist nach wie vor die langfristige Bewirtschaftung der Wohnungen.

Für Gesprächsstoff hatte die Deutsche Annington in den letzten Monaten durch den Verkauf der Siedlung Flöz Dickebank gesorgt. Die Genossenschaftsmitglieder hatten sich vehement dagegen gewehrt, an das Bochumer Unternehmen Häusser Bau verkauft zu werden. Auch die Stadt und das Land NRW suchten nach einer Lösung, um den Verkauf zu verhindern. Doch den Kaufpreis - man spricht von bis zu zehn Millionen Euro - hätte das stadteigene Wohnungsunternehmen GGW nicht stemmen können. Es hätte die Gesellschaft in den Ruin getrieben.

Angst um eine Siedlung

 

Klaus Johann



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