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Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab

08.02.2008 | 18:54 Uhr

Von Lars-Oliver Christoph Die Gelsenkirchener Kinolandschaft ist sehr überschaubar: In Buer residiert nur noch der Schauburg-Filmpalast, im Schatten der Veltins-Arena hält das Multiplex-Kino wacker die Stellung.

Und der Süden ist bekanntlich eine komplett Kino-freie Zone. Das war nicht immer so. 1958 gab es in Gelsenkirchen sage und schreibe 42 Lichtspielhäuser. In Worten: zweiundvierzig! Kaum ein Stadtteil, in dem nicht täglich der Projektor lief. Kein Wunder - lief doch die Konkurrenz von Fernsehen damals noch unter ferner liefen. In der neuen Serie „Cinema Paradiso” wird die WAZ vor allem diese längst verschwundene Kinowelt in den Mittelpunkt rücken - mit Unterstützung der Leser. Gesucht werden Erinnerungen aller Art: Erzählen oder schreiben Sie uns über Ihre unvergesslichen Momente in Gelsenkirchener Kinos! Gesucht werden auch Fotos, Tickets oder andere Erinnerungsstücke zu den Kinos dieser Stadt. Sie erreichen uns unter  170 94 35, l.christoph@waz.de oder WAZ-Redaktion, Ahstr. 12, 45 879 GE.

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Kommentare
10.02.2008
01:27
Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab
von thomasstan | #7

.und was hat die ganze Diskussion jetzt mit den Gelsenkirchener Kinos zu tun ???
Vermag ich da eine ganz persönliche Abneigung gegen die kritische Berichterstattung des Journalisten loc über die Linken entdecken,wie sie schon in dem offene Brief von Frau Strohmeier zu verspüren war?
Ich sehe es übrigens nicht als das ganz großes Problem der Gesellschaft, dass jeder seine Meinung kundtun darf!!

09.02.2008
17:47
Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab
von Hubert | #6

Sehen Sie @ loonline, wie bei Ihnen, so ist es das ganz große Problem unserer Gesellschaft: Jeder meint, (s)eine Meinung kund tun zu müssen! Doch manchmal ist es einfach besser, wenn man auf die gekaufte Kinokarte schaut und sich mit dem Inhalt des Filmtitels vorher etwas näher beschäftigt. So läuft man nicht Gefahr, dass ein vermeintlich spannender Filmtitel nur einen inhaltlichen Flop deckt!
(Metapher verstanden?)

Und hier nun die o. e. Fernsehkritik des Herrn Christoph:

Das Imperium
Gelsenkirchen, 07.02.2008, Von Lars-Oliver Christoph, 1 Kommentar
Eine TV-Dokumentation und ein Buch widmen sich dem Innenleben des Schalke-Sponsors Gazprom.Und auch die Königsblauen spielen darin eine (Neben-)Rolle. Unbehagen bei Fans

AUFLESENTrigema, RH-Alurad, Müller, Kärcher, Veltins, Victoria ... Gazprom? Gazprom! Nach der anfänglichen Aufregung um das Engagement des russischen Gas-Multis auf Schalke konnte man zuletzt den Eindruck gewinnen, dass Gazprom wie seine Vorgänger in die blau-weiße Vereinsfamilie aufgenommen worden ist bzw. als Sponsor akzeptiert wird. Dass der berüchtigte Staatskonzern aber nicht mit Joghurt-Herstellern, Alufelgen-Verkäufern oder Versicherungen auf eine Stufe gestellt werden kann, das machten eine TV-Dokumentation und ein Buch (mal wieder) allzu deutlich.

Während der FC Schalke 04 in der Doku Das Gazprom-Imperium auf Arte (ausgestrahlt am vergangenen Dienstag) keine Rolle spielte, ist Königsblau in dem neuen Sachbuch Gazprom - Das Geschäft mit der Macht (Droemer-Verlag, 16,90 Euro) durchaus ein Thema. In dem Kapitel Auf in den Westen! widmen die russischen Autoren Waleri Panjuschkin und Michail Sygar den Schalkern vier Seiten. Unter dem Titel Die Kinder von Gazprom berichten sie von ihrem Besuch auf Schalke, bei dem sie mit S 04-Marketing-Chef Andreas Steininger über den Sponsoring-Deal sprachen.

Gelsenkirchen ist wahrscheinlich einer der wenigen Orte in Europa, wo man Gazprom aufrichtig liebt, behaupten die Moskauer Journalisten. Im Folgenden versuchen sie Antworten auf die Frage zu geben, warum Gazprom ausgerechnet Schalke ausgewählt und wer auf deutscher Seite die Vermittlung übernommen hat.

Während das warum aus Sicht der Autoren schnell beantwortet ist (um das miese Image zu verbessern), fällt die Antwort zur Abwicklung weniger eindeutig aus. In den deutschen Medien gab es dafür in der Vergangenheit gleich mehrere Versionen: Neben Ex-Bundeskanzler Schröder wurde der Deal auch schon mal Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies und zuletzt im Manager-Magazin Geschäftsführer Peter Peters zugeschrieben (der dafür von der Zeitschrift in die Liste der 50 Mächtigsten im Sport aufgenommen wurde). Panjuschkin & Sygar setzen auf die (sehr nahe liegende) Schröder-Variante. Dieser soll auf Initiative des einflussreichen Präsidenten von Zenit St. Petersburg vermittelnd tätig geworden sein.

Und was sagt Schalke zum Sponsor? An Gazprom gefällt uns, wird Steininger zitiert, dass die gar nichts von uns wollen. Der Konzern nehme keinen Einfluss auf die Vereinspolitik und mische sich nicht ein.

Und trotzdem gibt es offenbar immer noch Fans, die in Sachen Gazprom ein Unbehagen befällt. Im Forum der Schalker Homepage (www.schalke04.de) schreibt S 04-Mitglied satisfactory zu der Doku auf Arte: geblieben ist die erkenntnis, dass gazprom erdgas als machtmittel mißbraucht und wir dazu benutzt werden, das weltweite image osteuropäischer raubritter aufzupolieren. Und: Es gebe keinen Grund, angesichts dieses Sponsors die arme hoch zu reißen. Das sieht auch Jackd04 so, rät aber zu Pragmatismus: Maximum an Kohle abgreifen bei möglichst wenig Bindung an Gazprom. Auch die Autoren Panjuschkin & Sygar reißen in ihrem Fazit nicht die Arme hoch: Wir befinden uns im Krieg, und Gazprom ist eine Waffe. Dass Sie, verehrte Leser, jetzt dieses Buch in Händen halten, bedeutet, dass es uns gelungen ist, die Waffe ... auseinanderzunehmen und dabei nicht in die Luft zu fliegen. Aber vielleicht nur deshalb, weil wir nicht bis zum Zünder vorgedrungen sind und noch lange nicht begriffen haben, wie dieses Ding wirklich funktioniert. Möglich.

Und: Gazprom ist weder gut noch schlecht. ... Der moralische Wert einer Waffe wird nicht davon bestimmt, wie sie gebaut ist, sondern wer sie in der Hand hält und welche Absichten er damit verfolgt.

09.02.2008
16:53
Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab
von loonline | #5

Nein, diesen Fernsehkritikbericht kenne ich nicht, auch nicht die genannte Veranstaltung.
Ich stelle nur fest, daß es hier um harmlose alte Kinogeschichten geht.
Vermutlich bin ich naiv oder nur romantisch, aber: die Kritik an der Person des Redakteurs an dessen Berichterstattung über die Linken hat mit dem Thema Kino doch nichts gemein.
Also fehl. Zumindest an diesem Platz.
Oder bin ich im falschen Kino?

09.02.2008
14:32
Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab
von Hubert | #4

Hallo loonline,

an welcher Stelle hat denn Herr Joseph einen >fehlplatzierten persönlichen Anwurf< vorgenommen?
Joseph hat lediglich die Tatsachen dargelegt, mehr nicht.
Aber evtl. haben Sie den gescheiterten Versuch der Abgabe eines inhaltvollen Fernsehkritikberichts nicht gelesen?

Daher ist die wohl gemeinte Kritik seitens Joseph angebracht.
Wo bleibt z. B. der Bericht der WAZ über die von allen Beteiligten als sicherlich äußerst positiv zu bewertende Veranstaltung vom 7.2.08 im Consol Theater?
Dort war ein hochkarätiges Podium versammelt, u. a. Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordneter, DGB-Funktionär, Führungsperson aus der Wirtschaftsförderung Ruhr.
Hier hätte die WAZ einen positiven Bericht verfassen können. Aber nein, wenn, dann nur Negativnachrichten über DieLinke verbreiten. Positivnachrichten lassen wir ´mal besser unter den Tisch fallen, denkt man offenbar bei der WAZ.

09.02.2008
12:14
Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab
von loonline | #3

Sorry, Herr Joseph, aber mit Ihrem fehlplatzierten persönlichen Anwurf nützen Sie Ihrer Linken in keiner Weise.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die alten Kinogeschichten.

09.02.2008
11:10
Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab
von Joseph | #2

Achherjee!
Erst versucht sich Herr Christoph als Fernsehkritiker und nun der laue Versuch als Historiker zu fungieren.
Ob er wohl gemerkt hat, dass seine permanenten Negativberichte über Die Linke in Gelsenkirchen von wenig Applaus begleitet wurden?

09.02.2008
11:00
Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab
von Gregor Wildförster | #1

Coole Idee. Freu mich schon aus jeden Beitrag.
Viele Grüße
Greg

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