Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 17°C
Gesellschaft

Aller guten Dinge sind vier

21.10.2012 | 17:20 Uhr
Aller guten Dinge sind vier
Mit einer Feierstunde wurde am Freitag das inzwischen vierte Infocenter des Seniorennetzes Gelsenkirchen im Awo - Migrantenzentrum Paulstraße eröffnet. Auch ehrenamtliche Helfer, wie hier Johanna Flüchter (li.), berichteten den Ehrengästen von ihrer Arbeit und Motivation, sich für andere ältere Menschen zu engagieren.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen. Dass es manchmal nicht bei drei guten Dingen bleiben muss, zeigte sich am Freitag in Bismarck. Unter dem Motto „Gut älter werden in Gelsenkirchen“ eröffnete Oberbürgermeister Frank Baranowski das vierte Infocenter des Seniorennetzes Gelsenkirchen.

Die Einrichtung ist angesiedelt in den Räumlichkeiten der Arbeiter-Wohlfahrt (Awo) im Internationalen Migrationszentrum (IMZ) an der Paulstraße und soll Hilfestellungen bei Fragen rund um die Themen Pflege, Demenz und seniorengerechtes Wohnen bieten.

Auf einer der ersten Seniorenkonferenzen im Jahr 2005 entstand die Idee dieser Infocenter. Zusammen mit den drei Informationsstellen in der Altstadt (Vattmannstraße), in Buer (Maelostraße) und in Horst (Industriestraße) soll die neue Einrichtung ein flächendeckendes Beratungsangebot für Senioren garantieren. „Damit sind unsere Pläne für die Senioren-Infocenter komplett umgesetzt“, freute sich Baranowski.

Zentrale Anlaufstelle

Das Infocenter an der Paulstraße soll sich um die Belange älterer Menschen aus Bismarck, Schalke-Nord, Erle, Resse und Resser-Mark kümmern. „Als zentrale Anlaufstelle koordinieren wir die Zusammenarbeit mit Pflegediensten, Haus- und Fachärzten, oder Sparkassen, helfen beim Ausfüllen von Anträgen oder anderen Problemen“, sagt Bernd Hellbusch, der als Berater im Infocenter in Bismarck fungiert.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Einbeziehung und Betreuung von Senioren mit Migrationshintergrund. Unterstützt wird er dabei von Hülya Camli, die über türkische Sprachkenntnisse verfügt. Sie kann so an die türkischstämmigen Zuwanderer, deren Anteil in Bismarck hoch ist, besser herantreten. „Das Infocenter ist im Migrationszentrum bestens angesiedelt“, ist sich Heinz Lübke, Leiter des IMZ, sicher.

Einrichtungen kooperieren

Im Seniorennetz kooperiert die Stadt mit zahlreichen Einrichtungen, um das Älterwerden zu erleichtern. „Ältere Menschen sollen so lange wie möglich in der eigenen Wohnung und im Stadtviertel leben können“, betonte Baranowski. In den Infocentern sind insgesamt acht Berater beschäftigt. Finanziert werden die Stellen von der Stadt. „Darüber hinaus ist das Seniorennetz auf ehrenamtliche Mithilfe angewiesen“, erklärte Hellbusch.

16 Seniorenvertreter und Nachbarschaftsstifter unterstützen Hellbusch und Camli. Eine von ihnen ist Johanna Flüchter. In Schalke-Nord führt sie Kinder und Senioren zusammen. „Das ist ein überalterter Stadtbezirk. Es gibt keine Kirche oder sonstige Treffpunkte. Ältere Menschen brauchen soziale Kontakte wie diese“, so Flüchter.

Deborah Vogtmann



Kommentare
Aus dem Ressort
Puddingschnecken für Schneckentempo in Gelsenkirchen
Blitzmarathon
Gelsenkirchener Grundschulkinder verteilen Gebäck an rücksichtsvolle Autofahrer beim Blitzmarathon. Dennoch: Bis Mittag werden 99 Tempoverstöße registriert und bis dahin insgesamt 5500 Fahrzeuge kontrolliert.
Mordfall Madeleine W. – eine Tote klagt den Stiefvater an
Prozess
Für Günther O., der seine Stieftochter ermordet und begraben haben soll, läuft es im Mordprozess schlecht. Erst muss er eine Stunde lang die Stimme Madeleine W.s hören, dann widerlegt auch noch die Rechtsmedizinerin seine Version vom Unfalltod. Eindeutig: Madeleine war tot, als sie begraben wurde.
Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten bietet 24 Veranstaltungen an
Aktionswoche
Die Stadt Gelsenkirchen bietet allen Bürgern die Möglichkeit, sich im Rahmen der Aktionswoche „Klimametropole Ruhr 2022“ mit Zukunftsfragen im Sinne der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Zwei Meister der spitzen Feder stellen Buch vor
Lesung
Meister der spitzen Feder sind sie beide, Karikaturist Heiko Sakurai und Autor Lars von der Gönna. Ihr gemeinsames Buch stellten sie nun in Gelsenkirchen vor.
Gelsenkirchenerin war als Freiwillige in Südamerika
Auslandsjahr
Inga Clever (20) hat ein Jahr lang über das Programm „Seitenwechsel“ des Bistums Essen in Bolivien gearbeitet. Viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammelte sie dabei: In einem Kinderheim hat sie mit Jungen im Alter von sieben bis 18 Jahren gearbeitet, sie und ihre Geschichten kennen gelernt.
Umfrage

Im Essener Folkwang-Museum denkt man derzeit über freien Eintritt für die Besucher nach - zumindest samstags. Im Gelsenkirchener Kunstmuseum gilt schon längst an allen Tagen: Eintritt frei. Auch ins Horster Schloss kommt man für wenige Euro in die sehenswerte historische Schau. Was meinen Sie, sollte der Eintritt zu Museen generell frei sein?

 
Fotos und Videos
Der Südosten ist bunt
Bildgalerie
Stadtteilfest
Gigantisches Oktoberfest auf Schalke
Bildgalerie
Oktoberfest
Gelsenkirchen-Buer von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Gelsenkirchen von oben
Bildgalerie
Aus der Luft