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Alkoholverbot bei Groß-Events wäre den Versuch wert

05.07.2011 | 12:48 Uhr
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre den Versuch wert
Immer wieder führt der Alkoholkonsum bei Großveranstaltungen zu Problemen. Foto: dapd

Gelsenkirchen.   Der Ausschank von Alkohol bei Massenveranstaltungen führt zu Problemen - siehe das Big-4-Konzert in Gelsenkirchen. Hemmungen fallen, die Gefahr steigt. Eine denkbare Lösung für WAZ-Lokalchef Friedhelm Pothoff: Alkoholverbot. Ein Kommentar.

Alkohol spielt bei Massenveranstaltungen, wie dem Big4-Konzert oder Bundesliga-Spielen , immer wieder eine große und negative Rolle. Ein Alkoholverbot könnte Gefahrenmomente eventuell vermeiden helfen. Ein Kommentar von Friedhelm Pothoff.

Ein junger Mann aus Emden hat sein Leben verloren , nachdem er in der Veltins-Arena ein Konzert besucht hat. Das ist tragisch und unser Mitgefühl gilt jenen, die um ihn trauern. Die Umstände des Unfalls sind nicht geklärt. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass sich bisher keine Zeugen bei der Polizei meldeten. Die Ermittlungen laufen, es wird sich herausstellen, ob der 23-Jährige allein unterwegs war. Es ist nur schwer vorstellbar, dass niemand beobachtet hat, wie sich der Unfall tatsächlich ereignete.

Friedhelm Pothoff, Redaktionsleiter der WAZ in Gelsenkirchen. Foto: Dirk Bauer

Dass Alkohol in diesem Zusammenhang eine Rolle gespielt haben könnte, ist bisher reine Spekulation. Dass Alkohol aber grundsätzlich eine große und sehr negativ besetzte Rolle spielte am Samstagabend ist ein Fakt, den viele Augenzeugen bestätigen.

Da gilt es, in einer ernsthaft geführten Diskussion anzusetzen und augenscheinliche Tabus konsequent in Frage zu stellen. Alkohol bei Massenveranstaltungen auszuschenken, dazu zähle ich auch die Fußball-Bundesliga, ist mindestens fragwürdig, wenn man sieht, in welch’ hemmungslosem Zustand sich so manch besoffener Geselle präsentiert. Der literweise Biergenuss lässt Hemmungen fallen und potenziert Gefahrenmomente.

Dass man mit Softdrinks und Lightprodukten keine heile Welt schafft, klar. Es gibt viele Gelegenheiten außerhalb eines Stadions. Aber es wäre ein lohnenswerter Ansatz, ein Baustein – und einen Versuch wert.

Friedhelm Pothoff

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Kommentare
07.07.2011
23:31
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre den Versuch wert
von Zuhausebleiber | #50

So. ich wollte mich ja nicht beteiligen, aber jetzt muss ich doch mal etwas schreiben.
Ich war unmittelbar in der Umgebung. Evtl. stand ich sogar in jener Straßenbahn, welche direkt der Bahn folgte, vor welcher der junge Mann leblos aufgefunden wurde. Denn Meine hielt ohne Angabe von Gründen [sic], von Polizei umringt und die Zeit passt auch ganz gut.

Das Konzert war also um 23:00 Uhr zu Ende. Wir kamen völlig unbefangen und noch guter Stimmung aus dem Tunnel Nord 1 und versuchten, wie alle mich umgebenden Besucher, seit dieser Zeit vergeblich eine Möglichkeit zu finden, irgendwie von diesem Stadion wegzukommen. Leider ist uns keinerlei Beschilderung aufgefallen und als Ortsfremde sind wir einfach den Massen gefolgt. Nach einem orientierungslosen, deprimierenden Marsch durch das Gelände fanden wir Gleise und anschließend eine massiv überfüllte Straßenbahnhaltestelle. Die erste Bahn, welche an unserer Haltestelle auch hielt fuhr ca. 1:30 Uhr! Alle anderen Bahnen waren so überfüllt, dass sie noch nicht einmal angehalten haben. Die allgemeine Stimmung nach diesem 6 Stunden Konzert mit übelsten Umständen (Catering, Überfüllung, Toilettensituation) und 2 ½ Stunden verzweifeltem Suchen und Warten war bei den meisten Mitbesuchern, wie auch bei mir, knapp vor einer Panik. Alle wollten nur noch weg, egal zu welchem Preis. Ich wundere mich, dass so nicht noch mehr passiert ist. Wer jetzt hier noch ernsthaft über ein Alkoholverbot redet, muss sich zumindest dem Vorwurf der Verschleierung stellen! Selbst wenn jeder nüchtern gewesen wäre, hätte sich die Situation exakt genauso gefährlich wie inakzeptabel dargestellt. Für mich war es schlussendlich das letzte Mal Gelsenkirchen. Sei es Sport oder eben Konzerte. Danke nein, das werde ich auch jedem empfehlen, der es hören will.

06.07.2011
15:22
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre den Versuch wert
von First_8 | #49

Wer sich über zu hohen oder gar Alkoholkonsum im allgemeinen auf Veranstaltungen wie Big4 o.Ä. beschwert sollte sich villeicht mal überlegen ob er nicht lieber das HR4 Sonntagskonzert aufsuchen sollte anstatt sich auf Metal Konzerten umzutreiben. Ich bin natürlich auch der Meinung das Leute die sich total zu saufen und dann gewalttätig werden sofort von dem Gelände der Veranstaltung entfernt werden. Aber wer sich bei solchen Events über laut singende oder torkelnde Menschen beschwert sollte einfach zuhause bleiben wo er jedem den Alkohol verbieten kann und endlich seine Ruhe hat.

05.07.2011
22:50
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre in Gelsenkirchen den Versuch wert
von Tritt_Brettfahrer | #48

Nee, ist nicht geklaut – passiert alles real, im Umkreis von 1000 m. Bin auch nicht zu mieten – aber seit ich dass hier niedergeschrieben habe, geht es mir deutlich besser.

05.07.2011
22:27
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre in Gelsenkirchen den Versuch wert
von Fuselhirn | #47

Sach mal . . . Tritt_Brettfahrer . . . trittst Du irgendwo auf? Wenn ja, sach mal, wie man an Karten kommt . . . Die Show sollte man sich nicht entgehen lassen . . . Oder ist das alles nur geklaut?

05.07.2011
21:03
Blockierter Kommentar.
von kevindani | #46

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.07.2011
19:19
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre in Gelsenkirchen den Versuch wert
von Tritt_Brettfahrer | #45

@32 von GeorgWashuber
Ich will gar nicht darüber diskutieren, ob ein Alkoholverbot berechtig ist oder nicht, aber nachdem bei uns aus ideologischen Gründen eine Straße nach der anderen und aus Kostengründen die Fußwege gleich mit geschlossen werden, die einzige übrig gebliebene Straße zum Parkplatz für die Hockey spielenden Söhne unseres OB unfunktioniert wird und die Halteverbotszeiten klammheimlich ausgeweitet werden, nachdem ich demnächst mein Abwasserrohr per Gesetz durch Hochdruck zerstören lassen muss und ich statt der treffenden 5 Euro-Verbraucherschutzaussage einen 400 Euro teuren Wärmepass benötige während mir meine einzig gebliebene Glühbirne verboten wird und mein Benzin mit Nahrungsmitteln gepanscht wird, nachdem meine rauchenden Mitmenschen zu gefährlichen Neurotikern gemacht werden und ich bei jeden Arztbesuch die Ulla Schmitt Ablösesumme bezahlen muss, brauche ich vor dem nächsten Vergewaltigungsakt etwas Ruhe, um nicht zum Revoluzzer zu werden.
PS.: Die Aufzählung ist nicht vollständig.

05.07.2011
18:35
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre in Gelsenkirchen den Versuch wert
von Pontifex | #44

@38: Absolut richtig erkannt!

05.07.2011
17:36
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre in Gelsenkirchen den Versuch wert
von wackenrules | #43

30

75.000 Leute 5 Tage . Da sind 17 Anzeigen keine Randale..

@ 37

Ja das mag ein Vorurteil sein. Die wenigen, die dahin kommen haben mit Islam eh nix am Kopp. Aber schlimm werden Vorurteile erst, wenn sie immer mehr der Realität entsprechen. Sagen wir es also so, es sind kaum kleine großmäulige Checker anwesend, die mit einem tiefergelegten 3er mit 45 PS einen auf dicke Hose machen und auf der Suche nach der willigen Westeuropäerin ihren Iberlippenflaum in den Wind halten, weil man die Damen aus dem eigenen Kulturkreis erst nach der Heirat nudeln darf.

05.07.2011
17:34
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre in Gelsenkirchen den Versuch wert
von wackenrules | #42

@41

Man kann sich die Realität natürlich auch selbst zurecht lügen...

05.07.2011
17:30
Alkoholverbot bei Groß-Events wäre in Gelsenkirchen den Versuch wert
von BjoernKW | #41

@39: Randale gibt es auch an jedem Bundesligasamstag. Deswegen behauptet aber trotzdem kein klar denkender Mensch, dass alle Fussball-Fans gewaltebereite Hooligans sind.

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