„Akzeptanz schaffen“
01.04.2010 | 08:00 Uhr 2010-04-01T08:00:00+0200
Gelsenkirchen. Ein-Euro-Job. Das klingt für viele nach schlechter Arbeit für noch weniger Geld. Nach Ausbeutung. Nach Zerstörung von bestehenden Arbeitsverhältnissen durch Billig-Arbeiter. Arbeitsgelegenheit, kurz AGH, das klingt für viele Teilnehmer einer solchen Maßnahme nach einer neuen Chance. Nach Struktur und geregeltem Tagesablauf. Beide Begriffe beschreiben die gleiche Maßnahme, doch nur der „Ein-Euro-Job“ ist auch der breiten Masse ein Begriff.
Wie genau die Akzeptanz der Arbeitsgelegenheiten in Gelsenkirchen ist, haben Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) – Anja Rinschede, Daniel Galla, Pieter-Jan Gelsdorf, Simon Kowallek und Stefan Florian – in einer Studie untersucht. Zehn Wochen befragten sie Passanten, Politiker, Teilnehmer an AGHs, Institutionen, Verbände und die Stadtverwaltung. Das Ergebnis ist vielschichtig. „In der Öffentlichkeit ist das Image eher schlecht“, stellen die Studenten fest. „Das liegt daran, dass kaum einer weiß, was hinter dem Begriff steckt.“
Ganz anders sieht das bei den Betroffenen aus, haben die Studenten festgestellt: „Die meisten Teilnehmer einer solchen Maßnahme sind zufrieden. 46 Prozent glauben sogar, dass sich dadurch ihre Chancen auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt verbessern.“ Auch die Maßnahmenträger äußern sich positiv: „Sie loben die hohe Leistungsbereitschaft der Teilnehmer sowie die besondere Zuverlässigkeit und Sorgfalt“, heißt es in der Studie.
Wesentlich mehr Kritik kommt von Institutionen und Verbänden. Zwar sehen alle Befragten die Arbeitsgelegenheiten als gutes Mittel zur „Aktivierung“ der Arbeitslosen. Allerdings sehen auch viele – etwa DGB oder Kirchen – die Gefahr, dass AHG-Teilnehmer regulär Beschäftigte auf Dauer verdrängen könnten. Ähnlich äußern sich die Parteien. Die Möglichkeit, einen geregelten Tagesablauf zu bekommen sehen die Politiker durchweg positiv. Aber alle Parteien fürchten den Substitutionseffekt: die Verdrängung von regulär Beschäftigten. Grüne und Linke kritisieren zudem den Profit-Gedanken mancher Träger, Die Linke spricht gar von Ausbeutung der Maßnahmen-Teilnehmer.
Aufgrund der umfangreichen Befragung haben die fünf Studenten Verbesserungsvorschläge erarbeitet: Sie fordern bessere Aufklärung der Öffentlichkeit über Arbeitsgelegenheiten, auch „wenn wir den Begriff Ein-Euro-Job so schnell nicht wieder los werden“, wie der Projektleiter Prof. Dr. Marc Röckinghausen befürchtet. Zudem solle durch den Ausbau der Kontrollmechanismen dem Missbrauch der AGHs vorgebeugt werden, es soll Evaluationsmöglichkeiten für die Teilnehmer geben und mehr Transparenz geschaffen werden. „Wir denken, dass ein offensiver Umgang mit dem Thema auf positive Resonanz trifft“, formulieren die Studenten. „Dies könnte das Meinungsbild verbessern und ein gutes Ansehen sowie eine erhöhte Akzeptanz schaffen.“
Momentan werde die Studie auch im Integrationscenter (IAG) aufgearbeitet, sagt Marc Röckinghausen. „Dort wird dann geschaut, was sich von den Ergebnissen verwenden lässt.“
14:00
@ #4 von KennerderMaterie
Und? wo ist das Widersprüchliche von #3 von IAG Mitarbeiterin?
11:27
Äh, nunr kurz zum Verständnis, liebe IAG Mitarbeiterin (Nr.3):
Die Nazis kamen erst 1933 an die Regierung... Nur so ein kleiner Tipp :)
19:10
Nennt es doch:
Freiwilliger Arbeitsdienst
Die Nazi hatten auch schon so tolle Ideen, wie die jetzige Regierung!
Der Freiwillige Arbeitsdienst (FAD) wurde 1931 gegründet. Die gesetzlichen Grundlagen dazu wurden mit der Notverordnung vom 5. Juni 1931 im § 139a des Gesetzes für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung geschaffen. Nach Artikel 1 der Ausführungsverordnung vom 3. August 1931 durfte er nur für gemeinnützige zusätzliche Arbeiten eingesetzt werden.[1] Über groß angelegte Programme wurden arbeitslose Jugendliche oder Erwachsene beschäftigt. Der ursprüngliche Gemeinnutzen der Einsätze wich seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten einem überwiegend militärisch definierten Nutzen. 1935 resultierte daraus der Reichsarbeitsdienst (RAD).
In Deutschland führte die Regierung Brüning 1931 einen „Freiwilligen Arbeitsdienst“ ein, der zum Abbau der hohen, durch die Weltwirtschaftskrise bedingten Arbeitslosigkeit dienen sollte. Die Maßnahme hatte wenig Effekt,
http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliger_Arbeitsdienst
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst
18:06
So siehts aus:
Im Krankenhaus ohne Handschuhe Müllbeutel, unter anderem mit gebrauchten Spritzen, von den Stationen entfernen.
Im Altenheim, ohne Schutz, in einer Abteilung arbeiten bei der in einem Zimmer bei einem(r) Patienten / Patientin multiresistente Bakterien vorhanden waren.
15:14
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:45
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
09:30
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:26
Netter Aprilscherz, dieser Bericht.