Ab in den kühlen Wasserbottich!

Sie richten das Gautschfest aus: (v.l.)  Gautschmeister Dieter Hagenhoff, Heinrich Jüttner, Wolfgang Höfener, Jutta Schwichtenberg, Rudolf Heisterkamp und Franz Putzki.
Sie richten das Gautschfest aus: (v.l.) Gautschmeister Dieter Hagenhoff, Heinrich Jüttner, Wolfgang Höfener, Jutta Schwichtenberg, Rudolf Heisterkamp und Franz Putzki.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
1992 gab es das Gautschfest schon einmal in Gelsenkirchen, dann wanderte die Veranstaltung nach Haltern am See ab. Am Sonntag, 28. Juni, kommt sie wieder.

Gelsenkirchen.. 1992 gab es das Gautschfest schon einmal in Gelsenkirchen, dann wanderte die Veranstaltung nach Haltern am See ab, jetzt kommt sie wieder. Am Sonntag, 28. Juni, 14 bis 17 Uhr, findet das wasserreiche Spektakel auf dem Vorburgplatz von Schloss Horst statt.

Warum in Horst? Dort gibt es eine historische Druckwerkstatt, die von Wolfgang Höfener, Heinrich Jüttner, Franz Putzki und Rudolf Heisterkamp betreut wird. Sie öffnet am Sonntag ihre Türen und gibt einen Einblick in die Geschichte des Buch- und Zeitungsdrucks. Der Eintritt ist frei. Jutta Schwichtenberg öffnet die Stadtteilbücherei für Bastelaktionen für Kinder.

Heimspiel für Männerchor

24 Mediengestalter und Drucker werden, wie seit Jahrhunderten üblich, mit dem Gautschen in die Zunft der Drucker aufgenommen. Zwar gibt es längst keine Zünfte mehr, aber das bizarre Ritual entspricht der Freisprechung „Gautschen“ ist ein Begriff aus der Papierherstellung und bezeichnet das Herauspressen der Feuchtigkeit aus frisch geschöpftem Papier. Nass geht es dementsprechend auch beim Gautschfest zu. Auf das Kommando des Gautschmeisters Dieter Hagenhoff „Packt ihn!“ (oder: „sie“) werden die Kornuten (Anwärter) von den Packern gefasst und vier, fünf Mal in den dafür vorgesehenen Bottich getaucht. So werden sie symbolisch von Druckerschwärze und Sünden der Lehrzeit befreit. Gautschmeister samt Gefolge (Schwammhalter, Page, Packer) treten in historisch nachempfundenen Kostümen auf. Damit das Spektakel auch gut zu sehen ist, findet es auf einer Bühne statt.

Für den Männerchor „Frohsinn“, der die Veranstaltung um 13.30 Uhr musikalisch eröffnen wird, ist der Auftritt ein Heimspiel. Er kommt aus Horst. Die Ruhrgebiets-Pipeband „Scots ‘n Breith“, die ursprünglich schottische und bretonische Melodien präsentiert, hat für den Tag einige ausgewählte Stücke im Programm, wie Piper Heinrich Jüttner verspricht. „Blau und Weiß, wie lieb’ ich dich“ wird es allerdings nicht sein. Obwohl der FC Schalke 04 die musikalische Unterstützung gebrauchen könnte, denn am Sonntag wird die große Mitgliederversammlung sein.