Fünf aus Gelsenkirchen: : 3:2 für Horst Köhler
3:2 für Horst Köhler: So lautet das Ergebnis der Delegierten aus Gelsenkirchen, die Samstag in der Bundesversammlung den Bundespräsidenten wählen.
Überraschend ist das Votum nicht. Teilnehmer im Reichstag sind CDU-Bundestagsabgeordneter Wolfgang Meckelburg, CDU-Landtagsabgeordneter Oliver Wittke und CDU-OB-Kandidat Norbert Mörs sowie SPD-Bundestagsabgeordneter Joachim Poß und SPD-Landtagsabgeordneter Markus Töns. Heißt: Die Schwarzen stehen zum CDU-Kandidaten Horst Köhler, die Roten zur SPD-Kandidatin Gesine Schwan.
Meckelburg, als Bundestagsabgeordneter „geborenes” Mitglied der Bundesversammlung, wählt Köhler zum zweiten Mal. Er schätzt seine „offene Art”, mit der dieser auf Menschen zugehe, sein Engagement für Afrika und vor allem auch seine regelmäßige Kritik an den Parteien: „Er ist ein Bürgerpräsident.”
Genau diese Kritik stößt Markus Töns sauer auf. Köhler interpretiere sein Amt falsch, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete, die „Einmischung” in die Politik stehe ihm nicht zu; die Aufgabe des Bundespräsidenten sei es vielmehr zu repräsentieren. Töns, per Losverfahren in der SPD-Landtagsfraktion an das Ticket für Berlin gekommen, will Gesine Schwan wählen. Bei ihrer Vorstellung in der Fraktion, so der Sozialdemokrat, habe sie eine sehr gute Figur gemacht.
Was aber sagt man Zweiflern von der SPD? Joachim Poß empfiehlt die Lektüre der Köhler-Rede gestern zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik. Schwach sei sie gewesen und „wie ein Schüleraufsatz”. Köhler, so Poß, habe dabei einmal mehr „ziemlich eindrucksvoll gezeigt, wo seine Grenzen liegen”. M.M.














