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Grüne Welle

278 Ampeln regeln den GE-Verkehr

09.11.2011 | 19:19 Uhr
278 Ampeln regeln den GE-Verkehr

Gelsenkirchen.Das Thema, stellte CDU-Fraktionsvorsitzender Werner Wöll fest, liege im Wortsinn auf der Straße. „Es gibt wohl kaum jemanden, der noch nicht über den Verkehrsfluss geklagt hat.“

Mit dem Referatsleiter Verkehr, Dr. Wilfried Wiedemann, hatte die Union einen Informanten zur öffentlichen Fraktionssitzung ins Schalker Vereinsheim eingeladen, der losgelöst von der in Auftrag gegebenen Verkehrsstudie und aus erster Hand über den Ampel-Ist-Stand in Gelsenkirchen berichtete.

278 Signalanlagen regeln aktuell den Straßenverkehr an unter anderem 128 Kreuzungen; 84 Bedarfsampeln sorgen für den sicheren Fußgängerüberweg; 58 rot-gelb-grüne Signalwächter stehen an Einmündungen. Nach Wiedemanns Worten sind insgesamt 225 Ampeln (80,9 Prozent) in Gelsenkirchen an den zentralen Verkehrsrechner angebunden. 104 Signalanlagen regeln den ÖPNV-Fluss, 81 Ampeln sind blindengerecht. So weit zum Zahlenwerk.

Regelungen sind schwierig und ausgetüftelt

Wie ausgesprochen schwierig und ausgetüftelt die Regelung von Verkehrsflüssen an großen Kreuzungen mit Straßenbahnführung ist, zeigte Wiedemann beispielhaft anhand eines so genannten Phasenfolgeplans für die Kurt-Schumacher-Straße im Bereich der Vinckestraße.

Neue Auffahrt Süd

Der Referent des Abends hatte neben einer Power-Point-Präsentation noch etwas anderes mitgebracht: ein grünes Kummerbuch. „Meine Leute erschlagen mich, aber ich habe ihnen das angekündigt“, schmunzelte der Verkehrsexperte. Er hatte das Buch mit Visitenkarten gespickt. Damit Hinweise über Problembereiche oder Verbesserungsvorschläge unmittelbar bei den zuständigen Leuten landen. Im Kummerbuch wurden Dienstagabend denn auch die ersten Berichte verfasst, dem Kartenschwund zufolge dürften Mittwoch die ersten Anrufe im Verkehrsreferat eingegangen sein.

Grüne Welle besser als in anderen Städten

„Ich erkläre den Gelsenkirchenern seit Jahren, dass die grüne Welle hier besser ist als in Münster und anderen Städten“, sagte der Münsteraner Wiedemann. Und bestätigte auf Nachfrage: „Die Rolle der Fußgänger bei den Ampel-Konzepten spielen eine untergeordnete Rolle. Wir haben zu viele vierspurige Straßen. Da bleibt man als Fußgänger fast immer in der Mitte hängen.“ Zugeben musste er, dass die dynamische Geschwindigkeitsangabe, die Autofahrern das aktuelle Tempo für eine grüne Welle anzeigt, seit Jahren nicht verfolgt worden ist. Vielleicht rückt der Vorschlag ja nun wieder in den Fokus?

Inge Ansahl

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Kommentare
10.11.2011
09:08
"Welle"
von Bahnschalker | #2

Es ist absolut richtig, dass die Straßenbahn vorrang bekommt. Was allerdings nicht nachvollziehber ist, dass die Strassenbahn grün hat und der übrige Verkehr, der in die gleiche Richtung fährt, daneben steht.

Nach eine Anregung: Die Straßenbahnampeln sollten durchweg als Bedarfsampeln geschaltet werden. Nur wenn sich eine Bahn nähert, sollten sie zugeschltet werden. Hier würde gerade in Schwachverkehrszeiten etliche Euros gespart werden können.

09.11.2011
22:52
Rote Welle
von ch.heyer | #1

Früh um 6.00 Uhr hatte ich vor 20 Jahren aus Gelsenkirchen kommend Richtung Buer immer grüne Welle, heute mit der verbesserten PC-Technik eine rote Welle.
Da müssen viele Autos warten, weil ein paar Menschen in der Straßenbahn vorbei wollen.
Grüne Welle heißt SPRITSPAREN, SPRITSPAREN ist aber nicht erwünscht, SPRITSPAREN bedeutet Steuerausfälle.

Also, Grüne Welle, wer soll den sowas versprechen????

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